Frankfurt/Oder (eb/geh).  „Jugend gegen Gewalt” veranstaltete die 2. Kita-Vorschulweltmeisterschaft.

Prächtige Stimmung herrschte bei den knapp 200 Zuschauern in  in der Sabinusstraße, als sechzig Vorschulkicker aus sieben Nationen zur 2. Kita-Vorschulweltmeisterschaft in die Sporthalle einmarschierten. Dabei waren die Frankfurter Kitas: „Hans und Hanka”, „Mühlental” und „Hilde Coppi”, die polnischen Kitas „Jarzebinka”  und „Mis Uszatek“ sowie das Team „Integra” mit Kriegsflüchtlingkindern.
„Wir bereiten uns, wie alle anderen, schon Wochen vorher auf dieses tolle Event für unsere Vorschulkinder vor”, so Petra Dochow, Leiterin der AWO-Intergrationskita „Am Mühlental”. Schmunzelnd verweist sie dabeiauf die Trainer Heiko Hintze und Nils Dochow.
Die Zuschauer sparten nicht mit spontanem Beifall bei spannenden Aktionen der kleinen Kicker. Und auch der Einsatz der betreuenden Erzieherinnen, Erzieher und Eltern für die Teams vor, während und nach den Spielen wurde honoriert. Das Flüchtlingsteam vertrat wie im vorigen Jahr Deutschland, zeigte Einsatzbereitschaft und Können, was Betreuer Alanzi Faruk aus Afghanistan in gutem Deutsch lobte.
„Die knappen Ergebnisse weisen auf ausgeglichene Leistungen hin. Das ist gut für ein Turnier. Wichtig ist aber auch der Kontakt der Kinder verschiedener Kulturen untereinander. In dieser Altersklasse beginnt sich auch die Fan-Kultur zu entwickeln”, so Projektleiter Wilfried Bremer. Er richtete seinen Dank an alle Verantwortlichen, die den Kindern diesen Tag ermöglichten.
Am Ende siegten alle und die Aktiven nahmen stolz die Pokale, Medaillen und Urkunden als Weltmeister aber auch Büchergeschenke und einen von der deutschen Nationalmannschaft signierten Spielball entgegen. Die Kitas freuten sich über eine große Kiste von Beschäftigungsmaterialien, die die Veranstalter für jede teilnehmende Kita zusätzlich organisiert hatte. In einer E-Mail schreiben Marco Schulz, Marcel Mondri, Yvonne Zentner vom Organisationsteam: „Danke den vielen Helfern, die diese Veranstaltung ermöglichten. Danke auch den Frankfurter Stadtwerken, der Raiffeisen-Volksbank Oder-Spree und der Brandenburger Sportjugend mit ihrem Projekt „Integration durch Sport”.
Seit 2013 organisieren die jungen Leute vom Projekt „Jugend gegen Gewalt” zweimal jährlich Kitaturniere.
Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 wurden zur Unterstützung des Integrationsprozesses Flüchtlingskinder in die Veranstaltungen einbezogen, und es wurden gute Erfahrungen gesammelt. Nun haben die Veranstalter vom Antigewaltprojekt mit der Einbeziehung polnischer Kitas und der Ausrufung der nun 2. Vorschulweltmeisterschaft den Wert der Veranstaltungsreihe für Integration und für das nachbarschaftliche Verhältnis zu Polen erhöhen können. Mittlerweile hat sich die Vorschulmeisterschaft zu einem bundesweit einmaligen Projekt entwickelt.