Märkisch-Oderland (eb/geh). Das System zur Erfassung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen steht im Landkreis Märkisch-Oderland vor der nächsten Erweiterung.

Die blau-grünen Kontrollsäulen erfüllen die gleiche Funktion wie die bundesweit zirka 300 Kontrollbrücken über den Autobahnen. Zwar werden die fast vier Meter hohen Säulen oft mit Blitzern verwechselt, tatsächlich aber haben sie ausschließlich die Aufgabe zu überprüfen, ob ein Fahrzeug die Straßenmaut bezahlt oder nicht. Bereits im Dezember 2017 wurde an der B1/B5 in Fredersdorf-Vogelsdorf an der Frankfurter Chaussee zwischen der Anschlussstelle Berlin-Hellersdorf und Industriestraße/Seestraße eine Kontrollsäule für die Lkw-Maut errichtet. Derzeit laufen die Vorbereitungen zur Aufstellung der zweiten Säule innerhalb des Landkreises. So wird an der B 168 in Müncheberg in den kommenden Wochen mit den Tiefbauarbeiten an der Fürstenwalder Chaussee zwischen Am Bruch und der Berliner Chaussee in Fahrtrichtung Müncheberg begonnen. Durch den Ausbau der Kontrollsäulen können zukünftig die mobilen Kontrollen des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) ergänzt werden.
Durch den Beschluss des Bundestags zur Ausweitung der Lkw-Maut für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht werden zum 1. Juli 2018 rund 40.000 Kilometer Bundesstraßen mautpflichtig. Insgesamt 600 Kontrollsäulen werden dafür bundesweit installiert. Die Aufgabe der stationären Einrichtungen ist zu kontrollieren, ob ein vorbeifahrendes Fahrzeug mautpflichtig ist und ob die Mautgebühr korrekt entrichtet wird. Die seitlich neben der Fahrbahn aufgestellten Kontrollsäulen werden die vorbeifahrenden Fahrzeuge kontrollieren und ermitteln, ob diese mautpflichtig sind. Der Schutz der hierbei erhobenen Daten wird strengstens beachtet. Die Unterscheidung zu Blitzern, die für die Geschwindigkeitsüberwachung zuständig sind, soll durch die Farben blau-grün und die Höhe von rund vier Metern gewährleistet werden.
Auf www.toll-collect.de finden Interessierte weitere Informationen.