Frankfurt/Oder (geh). Vorige Woche war die Stadt Frankfurt (Oder) mit einer Delegation zu Gast bei Freunden.

Aus Anlass des 100. Jahrestages Finnlands hat die Stadt Vantaa Städte und Regionen eingeladen, mit denen die viertgrößte finnische Stadt seit fünfzig, vierzig beziehungsweise dreißig Jahren partnerschaftliche Beziehungen pflegt. Neben Frankfurt (Oder) sind dies der Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg), Mlada Boleslav (Tschechien), Mate Yehuda (Israel) und Salgotarjan (Ungarn) und die polnische Stadt S?upsk.
Die Gespräche mit Vertretern der Städte und Regionen während der Konferenz haben aus Sicht von Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke gezeigt: „In Zeiten der Krise der EU sind Städtepartnerschaften eine wichtige Möglichkeit, die europäische Idee auf lokaler Basis zu stärken. Mit den Vertretern der anderen Städte bin ich mir einig, dass wir unsere Partnerschaften vor allen durch Jugendaustauschprojekte befördern wollen.”
Neben Vorträgen über Finnland, Vantaa und dessen Partnerstädte fand am Montagabend auch ein Empfang statt, der durch musikalische Beteiligungen aus den jeweiligen Gastländern mitgestaltet wurde. Im Rahmen dieses Empfangs übergab Oberbürgermeister Wilke Nachbildungen der vier Glocken der St. Marienkirche „als Symbol der Geschichte unserer Städte und mit einem Augenzwinkern für die politische Arbeit in der Gegenwart, da sich die Glocken auch in Sitzungen der Kommunalparlamente eignen, um Aufmerksamkeit herzustellen“, wie er sagte.
Mit ihm in Vantaa waren die stellvertretende Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Corinna Krieger, sowie der Leiter des Frankfurt-S?ubicer Kooperationszentrums und Partnerschaftsbeauftragte der Stadt, Sören Bollmann.
An seinen Amtskollegen Kari Nenonen ausgesprochen wurde eine Einladung zum diesjährigen HanseStadtFest, dem „Bunten Hering“ 2017 sowie zum laufenden Reformationsjubiläum. Interessant bei Letzterem: Auch Finnland hatte im 16. Jahrhundert mit Mikael Agricola einen Reformator, der bei Martin Luther studierte. Dr. Martin Wilke: „Da wäre es ein schönes Symbol, wenn wir den Ausklang des Reformationsjahres gemeinsam begehen könnten.“