Wiesenau (hn/geh). Nur wenige Stunden vor dem diesjährigen Weltfriedenstag (1. September) haben Wiesenauer Bürgerinnen und Bürger an das 1943 von den Faschisten in Auschwitz ermordete jüdische Ehepaar Sara und Siegfried Levy erinnert. Danny Busse, Direktor des Amtes Brieskow-Finkenheerd und Pfarrer Mathias Wohlfahrt haben den Bildhauer und Künstler Gunter Demnig (Foto) begrüßt, der seit vielen Jahren diese Erinnerungssteine schafft, und Wiesenauer Bürger, die recherchiert und sich damit in die Aktion eingebracht hatten. Unter den Klängen des Müllroser Posaunenchores, dem Largo aus der Händeloper „Rinaldo”, ließ der Bildhauer die Steine am Rande des Gehweges ein. Direkt neben der Einfahrt zum Parkplatz sind nun zwei Stolpersteine zu sehen, die zu den inzwischen 70.000 gehören, die in über 24 Länder verteilt sind, dort an die Schrecken von einst erinnern und die Menschen mahnen wollen, so etwas niemals wieder geschehen zu lassen.