Eisenhüttenstadt (eb/geh). Der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Gliese honoriert den Schritt des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke, die Kreisgebietsreform zu stoppen.

Mit „großer Erleichterung” reagiert der Landtagsabgeordnete auf das Einlenken Dietmar Woidkes. Gliese hatte mit seiner CDU von Anfang an gegen die Zwangsfusionspläne der Regierung gekämpft, hierbei auch aktiv Volksinitiative und Volksbegehren gegen die Reform unterstützt und zuletzt Neuwahlen gefordert.
Nach dem Stopp der Pläne der Landesregierung sagte der CDU-Mann: „Ich bin froh, dass Dietmar Woidke die tiefe Spaltung im Land erkannt hat und sich dazu entschlossen hat, das Projekt einzustampfen. Seinen Entschluss honoriere ich. Er kam spät, aber nicht zu spät”. Lange Zeit habe es so ausgesehen, als würde die Reform unbedingt mit dem Brecheisen und gegen den Widerstand nicht nur von der Opposition, sondern vor allem gegen den Willen der Kommunen und Kreise durchgepeitscht werden.  
Gliese: „Wenn ich überlege, wieviel Zeit, Geld und Aufwand für die fehlgeleiteten und mängelbehafteten Reformpläne der Landesregierung aufgewandt werden mussten. Die Diskussionen bis tief in die Nacht hinein, denen auch ich beigewohnt habe, vor allem zuletzt zu den Anhörungen. Die Nerven lagen blank”. Das hätte sich sogar in persönlichen Auseinandersetzungen gegen Reformgegner entladen, erinnert sich der Landtagsabgeordnete. „Und das alles für ein totes Pferd, was die Regierung bis zum bitteren Ende immer noch reiten wollte”.
Generalsekretärin Klara Geywitz (SPD) habe sich in den Augen von Andreas Gliese besonders hervorgetan. „Ihr Rücktritt ist darum nur konsequent. Zeit, Geld und Nerven hat uns das alle gekostet, auch vielen Brandenburgerinnen und Brandenburgern. Wichtige Anliegen für Brandenburgs Zukunft fielen währenddessen leider hinten runter. Die Landesregierung ist nun deutlich angezählt”, meint der CDU-Politiker. „Ob sie nun - wie angekündigt - Kooperationspläne zwischen Kreisen und kreisfreien Städten wird vorlegen können und diese dann handwerklich besser sind, werden wir sehen”, will Gliese abwarten. Als positives Zeichen sehe er immerhin, dass die durch den Projektverzicht eingesparten Mittel nun auch der zum Teil desolaten Infrastruktur des Landes zugutekommen sollen. Andreas Gliese kündigt an: „Bei Verkehrsministerin Kathrin Schneider werde ich mich zum nächsten Plenum im persönlichen Gespräch auch noch einmal für die Sanierung der Landesstraße 373 in Groß Lindow einsetzen“.