Schwerzko (hn). Es war fast noch dunkel, als sich die Mitglieder des Fischerei- und Naturschutzvereins Schwerzko-Dorchesee e.V. trafen, um mit der diesjährigen Fischernte zu beginnen.

Das 22. Abfischen stand auf dem Plan. Bereits vier Wochen zuvor hatte das allmähliche Ablassen des Wassers begonnen, um die Fische in einem kleinen Bereich zu sammeln. „Bereits beim ersten Fischzug stellte sich ein nie da gewesener Erfolg ein“, erklärte Vereinsvorsitzender Andreas Voig. „Für das, was wir heute mit dem ersten Netz heraus holten, brauchten wir in anderen Jahren drei Fischzüge.“
So konnte den ersten Kunden, die gegen 9 Uhr eintrafen, gleich das ganze Sortiment an Fischen angeboten werden, vorrangig zum Teil riesige Karpfen, Schleie, Hechte und Welse.
Der beliebteste Fisch ist nach wie vor der Karpfen, blau oder in Biersoße zubereitet, ein anerkannter Leckerbissen. Welse waren zum ersten Mal im Angebot, wobei der Verkauf wegen des höheren Preises eher schleppend begann.
Zwischen zwei und zweieinhalb Tonnen Futter brachten die Vereinsmitglieder in der vergangenen Saison in den See, darunter Lupine, Mais, Getreide, Erbsen und die Startup-Pellets im Frühjahr, damit die Mast gut beginnen konnte.
Erfreut zeigte Andreas Voigt sich darüber, dass sich auch viele Kinder an der Abfischaktion beteiligten. Sein größter Wunsch wäre, wenn der Eine oder Andere der Knirpse einmal seinen Verein stärken würden.
Nach der Ernte begann sofort wieder die Flutung des Sees, so dass er in acht bis zehn Wochen wieder seinen normalen Wasserstand erreichen wird und die Fische in eine erholsame Winterruhe gehen können, bevor im Frühjahr der Kreislauf von Neuem beginnt.
Ansonsten widmen sich die vierzehn Vereinsmitglieder der Pflege des Sees, des Damms und des Ufers. Etwa zehnmal im Jahr wird der Rasen gemäht, der Schilfgürtel gepflegt, und die Sitzgarnituren müssen repariert werden.
Für Petrijünger finden jährlich zwölf Angeltage statt, mit zehn bis fünfzehn Anglern pro Tag. Zu den Dauerkunden zählte Bärbel Winter aus Frankfurt. Sie kommt immer wieder, zum Einen, weil die Landschaft so schön ist, und darüber hinaus die Fische so köstlich schmecken. Am Sonntag kam ihr Zander in Butter gebraten auf den Mittagstisch.