Eisenhüttenstadt (hn). Der in Eisenhüttenstadt geborene Filmemacher Olaf Rauschenbach, der mit bürgerlichem Namen Olaf Hensel heißt, bittet Schmalfilmer, die zu DDR-Zeiten aktiv waren, um Unterstützung.

Ein Hybrid-Filmprojekt, das zum einen aus dokumentarischen Acht-Millimeter-Aufnahmen und andererseits aus Spielfilmsequenzen bestehen wird, und den „Neuen Menschen“ beziehungsweise die sozialistische Persönlichkeit beleuchten soll, ist geplant.
„Die Idee des Neuen Menschen geht auf Johannes R. Becher, Makarenko und andere Schriftsteller zurück”, so Rauschenbach. „Und Stalinstadt/Eisenhüttenstadt ist ein Labor, hier wurde die Landschaft für den Neuen Menschen gebaut.”
Wie äußert sich das Neue im täglichen Leben, im Fortkommen und auch im Scheitern, was bleibt übrig? Eisenhüttenstädterinnen und Eisenhüttenstädter sollen die Protagonisten des Filmwerkes sein, gescheitert und erfolgreich, den normalen Menschen mit seinen Problemen, Ängsten und Erwartungen zeigend, und wie er sich auf den Weg in eine sorgenfreie Zukunft begibt.
So sucht Filmemacher Olaf Rauschenbach Filme mit Menschen im Stadtbild, will sich des heute üblichen Wertungsmaßstabes „Diktatur / keine Diktatur” enthalten, verspricht Objektivität. Darüber hinaus gehe es ihm um Material über private Feiern in der Wohnung, auch Szenen, in denen es eskalierende Situationen gab. Rauschenbach: „Wo es mal so richtig rund ging”. Dabei erinnert er sich an seinen eigenen Großvater im Ortsteil Schönfließ und an Filme über Jugendweihen, Hochzeiten, Feiern im Aktivist, alles was so ganz normal gewesen ist.
Eisenhüttenstädterinnen und Eisenhüttenstädter, die das Projekt unterstützen möchten, können über Axel Drieschner im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Kontakt mit dem Filmemacher Olaf Rauschenbach aufnehmen.