Seelow (daf). Der Heimatverein „Schweizerhaus Seelow” e.V. feierte sein zehnjähriges Jubiläum.

Der Heimatverein Schweizerhaus in Seelow feierte sein zehnjähriges Bestehen. Die Geschichte des Schweizerhauses ging bis ins 19. Jahrhundert hinein, genauer 1838 als das Grundstück erstmalig im Grundbuch der Stadt Seelow erwähnt wurde. Auch bekannt ist das Schweizerhaus unter dem Begriff „Simonsche Anlagen am Schweizerhaus”. Dem Berliner Bankier Hugo Simon gewidmet, der das Areal 1919 erworben hatte. Das Jubiläum besuchte unteranderem der Urenkel Hugo Simons, Rafael Cardoso mitsamt Famile aus Rio de Janeiro in Brasilien. Zum zehnjährigen Bestehen haben sich viele Gäste Zeit genommen, dieses Ereignis mit den Mitarbeitern des Heimatvereins, allen voran mit der Vorsitzenden Marion Krüger zu zelebrieren. Neben interessierten Gästen, kamen Partner und Unterstützer aber auch viele Politiker der Einladung nach. So zum Beispiel der Staatssekretär des Landes Brandenburg.
Die Vorsitzende des Heimatvereins des Schweizerhauses, Marion Krüger, begrüßte zunächst die zahlreich erschienenen Gäste, Partner und Politiker.
In ihrer Anfangsrede bedankte sich die Vorsitzende auch bei ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihr unermütliches Engagement.
So tauchte sie kurz in die Vergangenheit ab und betonte, dass die Stadtverordneten am 31. März 2009 den Beschluss gefasst hatten, das Areal des Schweizerhauses in die Hände des Heimatvereins zu übergeben.
Seit jeher hat sich „der Schweizerhaus-Virus verbreitet”, wie Marion Krüger unterstrich. Das Areal rund um den Heimatverein sei so beliebt geworden, dass selbst Hochzeiten dort stattfinden.
Im Anschluss wurden mehrere Grußworte, unter anderem vom Staatssekretär des Landes Brandenburg, Martin Gorholt, gesprochen. Dieser übersendete auch im Namen des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke die besten Grüße. Für Martin Gorholt seien das „tolle, großartige, ehrenamtliche Engagement” sowie die „tolle Liegenschaft” mit dem Zusammenspiel aus Natur und Architektur, Gründe weshalb das Schweizerhaus so wertvoll sei.
Auch Landrat Gernot Schmidt ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte zu sagen. „Ich bin stolz auf den Verein und auf die Arbeit die hier geleistet wird”, würdigte er die Arbeit und Leistung der Mitarbeiter des Heimatvereins. Weiterhin bezeichnete der Landrat das Schweizerhaus auch als „Baustein in unserem Landkreis”.
Dabei stellte er klar, dass der Verein viel zu bieten hätte, wie Kunst, Kultur oder auch Weltoffenheit. „Man kann hier auch mal seine Seele baumeln lassen”, beschrieb Gernot Schmidt zutreffend. Das Stadtoberhaupt von Seelow, Jörg Schröder durfte als Gratulant natürlich nicht fehlen. „Das was in den letzten Jahren geschaffen wurde, kann sich durchaus sehen lassen”, lobte er die bisherige Arbeit vor Ort. „Mit Stolz könnt ihr auf das Erreichte zurückblicken”, sagte er weiter. Insgesamt 1,44 Millionen Euro flossen in die Sanierung des Schweizerhauses, die längst noch nicht beendet ist. Zum Schluss überreichte der Bürgermeister Marion Krüger einen Briefumschlag mit dem Kommentar: „Unabhängig von der Spende der Stadt”.
Vorstandsmitglied Bernhard Reemtsma von der Hermann Reemtsma Stiftung, welche unter anderem auch soziale und kulturelle Projekte aus Ostdeutschland fördert, wie eben dem Heimatverein Schweizerhaus Seelow e.V., war auch anwesend. Besonderer Gast war außerdem Rafael Cardozo aus Rio de Janeiro in Brasilien, der der Urenkel von Hugo Simon, der 1919 das Areal erworben hatte, ist. Er bezeichnete die bisherige Arbeit als „großartiger Anfang eines Prozesses”, der „in kommender Zeit noch größer wird”. Vorstandsmitglied der Sparkasse Märkisch-Oderland, Gabriele Lehmann, gab während ihrer Rede zu, anfangs bei Projektvorstellung noch skeptisch gewesen zu sein. Dies änderte sich im Laufe der Zeit und nun sei sie „froh Partner dieses Prozesses zu sein”.
Bevor es zum Rundgang mit Bauplaner Jens Ripp ging und zum Buffet mit warmen Kartoffeln und Flammkuchen, sprach zuletzt noch Kreisbauamtsleiterin Carla Bork. Sie wollte ihre Anerkennung der Menschen und Mitglieder für ihr Engagement untermauern. „Der Verein schafft etwas was sichtbar ist und verbindet Menschen”, fügte sie hinzu. Weiter ergänzte sie, dass wenn Denkmäler mit dem Hier und Jetzt verbunden werden, die Geschichte dann einen tieferen Sinn hätte.