Frankfurt/Oder (gla). Yamaichi Electronics baut eine neue Fabrik im Markendorfer Gewerbegebiet.

Am Montag legte der europäische Präsident des Konzerns Helge Puhlmann zusammen mit dem Staatssekretär in Brandenburgs Wirtschaftsministerium Hendrik Fischer, Oberbürgermeister René Wilke und Bürgermeister Claus Junghanns den Grundstein für die Produktionsstätte unter der Aufsicht von Frank Bornemann, Partner und Geschäftsführer der Firma Vollack, die für den Bau zuständig ist.
Unter den Ehrengästen begrüßten Puhlmann und Yamaichi-Personal- und Administrationsleiterin Verena Remppis auch Frankfurts ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke, den Puhlmann als einen der Gründungsväter der neuen Fabrik bezeichnete: „Er ist der erste Mann, mit dem wir hier in Frankfurt gesprochen haben.“ Ein weiterer früherer Oberbürgermeister, der die Grundsteinlegung nicht verpassen wollte, war der jetzige SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Pohl.
In der zirka 7.100 Quadratmeter großen Fabrik sollen ab 2020 Elektronikteile hergestellt werden. Helge Puhlmann verspricht, an dem Standort „langfristig tolle sichere Arbeitsplätze zu liefern“. Etwa 120 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter plant der Konzern dort einzustellen. Dazu kommen weitere Ausbildungsplätze. „Wir, Yamaichi, sind jetzt ein Teil von Frankfurt (Oder)“, sagte Puhlmann bei der Grundsteinlegung.
„Ja, Sie gehören zu Frankfurt (Oder) und wir sind stolz darauf, dass Sie zu Frankfurt (Oder) gehören“, erklärte René Wilke. Der Bau der neuen Fabrik sei ein Zeichen, dass es trotz des Produktionsendes der Firma Astronergy, deren Betriebsgelände in der Nähe liegt, an vielen anderen Stellen der Stadt bergauf gehe. „Wir wollen Sie unterstützen auf diesem Weg“, versprach der Oberbürgermeister. Er würdigte die Arbeit seiner Vorgänger Dr. Martin Wilke und Martin Patzelt und vieler anderer, die mitgeholfen hatten, den Neubau zu ermöglichen.
Für Staatssekretär Hendrik Fischer war der Montag ein guter Tag: „Mein erster Tag nach dem Osterurlaub, und ich brauche nicht in die Lausitz zu fahren.“ In den symbolischen Grundstein wurde eine Zeitkapsel mit einer aktuellen Tageszeitung, Münzen und anderen Erinnerungsstücken eingemauert. Anschließend überreichte Frank Bornemann den Yamaichi-Chefs einige Geschenke, darunter eine Flasche Bier und ein Hüpfseil, „um damit Freudensprünge zu machen“.
Martin Patzelt meldete sich in einer Stellungnahme per E-Mail zu Wort: „Ich freue mich über die Entscheidung von Yamaichi, eine neue Produktionsstätte in Frankfurt (Oder) zu bauen und erinnere mich gern an meine Gespräche mit dem Vorstand 2008 in Tokio“, teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete mit. „Der japanische Konzern stellt elektromechanische Elektronikkomponenten her und hat in Frankfurt über 100 Beschäftigte. Es hat sich gelohnt, Vertrauen in den Standort Frankfurt (Oder) aufzubauen, woran auch meine Nachfolger konsequent weitergearbeitet haben. Ein Beweis, dass der Standort auch für internationales Investment Potentiale hat. Aber auch dafür, dass politische Entscheidungsträger persönlich um Vertrauen von Investoren für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Stadt und Wirtschaft werben müssen.“