Ostbrandenburg (geh). Verantwortliche der Handwerkskammer (HWK) Frankfurt (Oder)-Region Ostbrandenburg stellten den aktuellen Konjunkturbericht vor.

Unternehmerinnen und Unternehmer in 2.500 der rund 11.500 Mitgliedsbetriebe wurden um Beantwortung relevanter Fragen zur Zufriedenheit gebeten. Rund 13 Prozent kamen dem Anliegen nach. Jetzt liegt das Ergebnis der Auswertung vor. „Der Höhenflug setzt sich fort”, so Astrid Köbsch, Leiterin der Abteilung Gewerbeförderung bei der Handwerkskammer. Sie spricht von der besten Gesschäftslage seit aufgezeichnet wird. 77 Prozent der Betriebe und damit nochmals 7 Prozent mehr als im Herbst 2017 bewerten ihre Geschäftslage mit gut, nur noch 4 Prozent mit schlecht. Die Auftragsentwicklung ist bei über 60 Prozent gleich geblieben. In 28 Prozent der Betriebe, die an der Umfrage teilgenommen haben, habe sich die Auftragslage verbessert. „Die Achillesferse ist der Fachkräftemangel”, warnt Astrid Köbsch.
Ähnlich sieht das Frank Ecker, Geschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt (Oder). In vielen Betrieben fehle der Nachwuchs. „Sie finden keinen Nachfolger”, so Ecker. Im Jahr 2018 habe es bereits 70 Betriebsabmeldungen gegeben. Schon seit Jahren beobachte die Handwerkskammer, dass die Bereitschaft, sich selbstständig zu machen, sinkt. Grund dafür seien auch die guten Jobs, die der Markt derzeit biete.
Das gilt auch für die Ausbildung. Bis zum 30. September 2018 wurden im Handwerk 917 neue Lehrverträge abgeschlossen. Das sind 47 mehr als im Vorjahr. Michaela Schmidt, Leiterin der Abteilung Berufsausbildung: „Wir sind mit den Lehrlingszahlen sehr zufrieden.“ Und auch jetzt gebe es noch die Möglichkeit, einen guten Ausbildungsplatz für das gerade angelaufene Lehrjahr zu finden.