Ostbrandenburg (geh). Verantwortliche der Handwerkskammer (HWK) Frankfurt (Oder)-Region Ostbrandenburg stellten den Konjunkturbericht für das zweite Halbjahr 2016 vor.

Unternehmerinnen und Unternehmer in 3.000 der 12.000 Mitgliedsbetriebe wurden um Beantwortung relevanter Fragen zur Zufriedenheit gebeten. Nicht ganz ein Viertel kam dem Anliegen nach. „Das ist ein guter, repräsentativer Wert”, meint Uwe Hoppe, HWK-Hauptgeschäftsführer. „Es ist mir schon unangenehm. Wir bewegen uns seit Jahren auf einem hohen Niveau. Das ist kaum zu toppen.” Selbst das Gesundheitswesen, das laut Hoppe mal das Sorgenkind war, habe zugelegt. Bei der Umfrage bezeichneten 91,8 Prozent die Geschäftslage als befriedigend oder gut. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als voriges Jahr. Von der positiven Entwicklung konnte in allen sieben Gewerkegruppen profitiert werden. Am zufriedensten zeigten sich die Leute der Bau- und Ausbauhandwerke. Sie vermeldeten Auftragszuwächse.
Damit das so bleibe, seien auch die Kommunen gefragt. Bei öffentlichen Ausschreibungen würden immer wieder die billigsten Angebote bevorzugt. „Oft ist aber der billigste nicht der effizienteste”, gibt Hoppe zu bedenken. Seine Forderung: „Kommunen sollten Handwerkern, die hier ihre Steuern zahlen, Aufträge geben“.
Als nicht befriedigend schätzt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer die Beschäftigungsentwicklung ein: „Es ist auf dem freien Markt an Fachkräften nichts mehr da”.
Für die nahe Zukunft wünsche Hoppe sich einen kälteren Winter als in den Vorjahren. Zum einen werde diese Zeit in den Betrieben für Weiterbildung genutzt, zum anderen gäbe es im Kfz-Gewerbe mehr zu tun. Hoppe augenzwinkernd: „Es gibt zu wenig Glätte-Unfälle”.
Auf www.hwk-ff.de steht der vollständige Konjunkturbericht.