Seelow (eb/geh). Der Kreistag des Landkreises Märkisch-Oderland hat auf seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch die Vergabe der Leistungen im Rahmen des geplanten Breitbandausbaus im Landkreis Märkisch-Oderland beschlossen.

Grundlage waren die Richtlinien des Bundes und des Landes, die dem Landkreis die Förderung des Ausbaus ermöglichen, aber ihn auch an die Förderbedingungen gebunden haben. Für sieben Projektgebiete hat es Ausschreibungen und Bietergespräche gegeben. Der Zuschlag erfolgte für sechs Lose an die e.discom und für ein Los an die Deutsche Telekom.
Insgesamt wird der Breitbandausbau in Märkisch-Oderland mit knapp 160 Millionen Euro gefördert. Der Landkreis übernimmt in diesem Zuge mit 8,4 Millionen Euro den Eigenanteil für alle Gemeinden.
Dem jetzigen Beschluss ging eine fast zweijährige Planungs- und Ausschreibungsphase voraus. Hierbei wurde der Ist-Ausbaustand im Landkreis ermittelt, der wiederum Basis für die Erfassung und Beplanung der laut Förderrichtlinie des Bundes unterversorgten Gebiete war. Der Beigeordnete und Fachbereichsleiter Rainer Schinkel erklärt dazu: „Die Versorgung mit Breitband entscheidet wie die Verkehrs- oder die Bildungsinfrastruktur über die Zukunftsfähigkeit der Regionen. Ein größeres Vorhaben hat der Landkreis in seiner Geschichte noch nicht auf den Weg gebracht. Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass dies alles schneller gegangen wäre. Die Modalitäten der Förderung von Bund und Land fordern ihren Tribut. Ziel ist und bleibt der Ausbau des Landkreises in seiner gesamten Fläche und unsere Entscheidung für die zukunftsfähigere Technologie, die Glasfasertechnologie. Hierbei wird es keinen Unterschied zwischen städtisch geprägten Siedlungsgebieten und dem ländlichen Raum geben. Wir geben damit auch allen Unternehmen, die sich im Landkreis ansiedeln oder erweitern wollen, eine klare Perspektive.“ Der Landkreis Märkisch-Oderland habe dabei von Beginn an auf diese Glasfasertechnologie gesetzt, so dass  Änderungen der Förderrichtlinie im Juli 2018 ohne großen Arbeits- und  Zeitaufwand umgesetzt werden und ein entsprechender Upgrade-Antrag gestellt werden konnte.
In den nächsten drei Jahren werden zirka 34.000 Haushalte mit Glasfaser angeschlossen. Dafür sind an die 2.000 Kilometer Tiefbau und 9.300 Kilometer Glasfaserkabel nötig. Der Ausbau ermöglicht aufgrund der Glasfasertechnologie Übertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s.
Nach Prüfung der Unterlagen durch die atene Kom - der vom BMVI beauftragte Projektträger, der Erstellung der endgültigen Bescheide für die einzelnen Projektgebiete beziehungsweise Lose durch Bund und Land und Vertragsunterzeichnung, sei mit dem Baubeginn im Frühjahr 2019 zu rechnen, so Thomas Berendt, Pressesprecher der Kreisverwaltung Märkisch-Oderland. Auf www.landkreismol.de/breitband.php finden Interessierte eine Übersicht zum geplanten Breitbandausbau im Landkreis.