Märkisch-Oderland (eb/geh). Der Landkreis Märkisch-Oderland erhält Förderung für die Radwegemodernisierung.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hat dem Landkreis Märkisch-Oderland symbolisch einen Zuwendungsbescheid über rund 1,5 Millionen Euro zur Modernisierung von Radwegen im Landkreis überreicht. Der Minister würdigte in diesem Zusammenhang die hervorragende Aufstellung des Landkreises in diesem Feld. Sowohl das im Jahr 2013 erstellte Radwegekonzept, das als Grundlage für diese Förderung diente, als auch das erfolgreiche Konzept, die Pflege von bestimmten kommunalen Radwegen zentral über den Landkreis durchzuführen, seien in Brandenburg vorbildlich, so der Minister. „Brandenburg zieht immer mehr Radler an, weil ihnen hier viel geboten wird. Mittlerweile haben wir fast 7.000 Kilometer regionale und überregionale touristische Radwege, auf denen 11.600 Kilometer Einzelradrouten verlaufen. Radtouristen bescheren der brandenburgischen Tourismus-Branche einen Umsatz von mehr als 850 Millionen Euro jährlich. Die Voraussetzung für diesen Erfolg sind touristische Radwege von guter Qualität. Um diesen Standard zu halten und weiter zu verbessern, unterstützen wir die Landkreise bei der Modernisierung der in ihrem Kreisgebiet verlaufenden überregionalen Radwege“, erklärte Minister Gerber.
Der Landkreis Märkisch-Oderland ist Teil der vom ADFC zertifizierten Radreiseregion Seenland Oder-Spree mit einem 540 Kilometer langen Netz überregionaler Radwanderwege. Der Beigeordnete und Leiter des Wirtschaftsamtes, Rainer Schinkel, erklärt hierzu: „Radtourismus hat sein Nischendasein verlassen. Unser Landkreis weiß um die Bedeutung einer gut ausgebauten Radwegeinfrastruktur. Ob für den Familienurlaub, für eine Kurztour am Wochenende oder die schnelle Runde nach dem Feierabend. Mehr und mehr Menschen Nutzen das Rad zur Erholung oder als Alternative zum Auto. Um diesen Menschen das Fahrerlebnis so angenehm wie möglich zu gestalten, setzen wir auch weiterhin auf eine enge Kooperation mit dem Land und unseren Kommunen wenn es um Investitionen geht“.
Der Landkreis Märkisch-Oderland erhält für den weiteren Ausbau des bestehenden Radwegenetzes auf Basis seines touristischen Wegekonzeptes eine Förderung von 1,5 Millionen Euro. Die Förderung in Höhe von 90 Prozent der Gesamtkosten (knapp 1,7 Millionen Euro) erfolgt auf Basis einer Richtlinie des Wirtschaftsministeriums des Landes Brandenburg und zielt auf die Modernisierung bestehender Trassen ab. Konkret gehe es um das Aufbringen neuer und glatterer Oberflächen mit geringem Rollwiderstand, um die Verbreiterung der Wege auf 2,5 Meter und um das Schließen von Lücken, so Thomas Berendt, Pressesprecher der Kreisverwaltung.
Die Förderung geht auf ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Märkisch-Oderland mit der Stadt Wriezen, der Stadt Bad Freienwalde und der Gemeinde Neulewin zurück.
Die Gesamtinvestition hat eine Ausbaulänge von 5,3 Kilometern und gliedert sich in die vier Bauabschnitte: zwischen Altranft und Rathsdorf (Historische Stadtkernroute), zwischen Vevais und  Bliesdorf (Tour Brandenburg), Neulewin innerorts (Oderbruchbahnradweg) und zwischen Neulewin und Kerstenbruch (Oderbruchbahnradweg). Die Realisierung der Bauabschnitte ist für die Jahre 2019 und 2020 geplant.