Märkisch-Oderland (eb/geh). Für den Breitbandausbau erhält der Landkreis Märkisch-Oderland 63,9 Millionen Euro Bundesförderung.

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt überreichte in Berlin den Förderbescheid an den Beigeordneten Rainer Schinkel und den Breitbandbeauftragten des Landkreises Danny Wollank. Nachdem die „weißen Flecken“ erkundet und die Fördermittel bewilligt wurden, können jetzt die Ausschreibungen vorbereitet werden.
Rainer Schinkel erklärte hierzu: „Die Versorgung mit Breitband entscheidet, wie die Verkehrs- oder die Bildungsinfrastruktur über die Zukunftsfähigkeit einer Region. Die Bundesförderung ist eine großartige Chance, die wir nur zu gern ergreifen, nicht wegen der Förderung, sondern wegen der Notwendigkeit in diesem Bereich etwas zu bewegen. Mit dem geplanten Ausbau setzen wir insbesondere für die ländlichen Regionen ein Signal. Ob für den Privathaushalt, die medizinische Versorgung oder für die Unternehmen, mittlerweile gibt es kaum einen Bereich, für den ein ausreichender Breitbandzugang nicht wichtig ist oder wird.“
Bundesminister Dobrindt betonte: „Mit den Förderbescheiden bauen wir rund 85.000 Kilometer neue Glasfaser und bringen das Turbo-Internet in die unterversorgten Regionen. Der Breitbandausbau gewinnt damit weitere Dynamik: Seit April 2016 haben wir mit unserem Bundesprogramm insgesamt schon 290.000 Kilometer neue Glasfaser ermöglicht. Dafür investieren wir mehr als 3,1 Milliarden Euro Bundesmittel und schaffen Netzgeschwindigkeiten bis in den Gigabit-Bereich.“
Für den notwendigen Ausbau in Märkisch-Oderland sind Investitionen von zirka 100 Millionen Euro veranschlagt. Der Landkreis Märkisch-Oderland übernimmt für alle  beteiligten Kommunen den Eigenanteil, das Land Brandenburg trägt ebenso einen Teil der Förderung.
Der nächste Schritt ist die EU-weite Ausschreibung für den Netzausbau und -betrieb im Herbst 2017.
Die Durchführung der konkreten Ausbauarbeiten wird voraussichtlich im Sommer 2018 starten. Dann werden zirka 1.600 Kilometer Glasfaser neu verlegt sowie 1.600 Kabelverzweigerzentren (KVZ) errichtet.
Durch die bewilligte Förderung wird sich für über 35.000 Privathaushalte und fast 3.000 Unternehmen im Landkreis Märkisch-Oderland die Breitbandversorgung deutlich verbessern. Die Haushalte, die jetzt über das Bundesprogramm erschlossen werden, erhalten dann in der Regel eine Internetanbindung von mindestens 50 Mbit/s. Bei vielen werden es sogar 100 Mbit/s sein.
Rainer Schinkel blickt bereits weiter: „Wir wissen, dass die Entwicklung auf diesem Gebiet immer weiter gehen wird und hoffen mit diesem Schritt die Grundlage für weitere Ausbaumaßnahmen zu schaffen.“