Beeskow (eb/geh). Mit einem Empfang hat der Landkreis Oder-Spree seine langjährige Baudezernentin Hanna Gläsmer in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet.

Seit 1994 war sie in verantwortlicher Position für die Kreisverwaltung Oder-Spree tätig, zuvor bereits für den ehemaligen Landkreis Beeskow. Kollegen, Abgeordnete des Kreistages, Bürgermeister, Amtsdirektoren und weitere langjährige berufliche Weggefährten waren auf die Burg Beeskow gekommen, um Danke zu sagen für eine „ausgesprochen beeindruckende berufliche Karriere“ wie Landrat Rolf Lindemann bilanzierte.
Er würdigte Hanna Gläsmer in seiner Laudatio als Frau der ersten Stunde, „deren Urteil, Gestaltungswille und ins Werk gesetzte Vorhaben Respekt und Anerkennung“ abforderten. Davon zeuge eine exzellente technische Infrastruktur, sagte der Landrat mit Blick auf Straßen, Brücken und touristische Radwege in Zuständigkeit des Landkreises. Aber auch der hochbauliche Bestand weise markante Bauten auf, die dem Landkreis zur Zierde gereichten, von einer ansehnlichen Schullandschaft bis zu Verwaltungsbauten, wie dem 2002 fertiggestellten Ergänzungsneubau der Kreisverwaltung des Landkreises Oder-Spree in Beeskow. Hanna Gläsmer habe es in der Zeit des grundlegenden gesellschaftlichen Wandels Anfang der 1990er Jahre verstanden, sich in die Maßstäbe der neuen Zeit hineinzudenken, Chancen zu ergreifen und mit ihrer fachlichen Expertise Entwicklungen voranzubringen.
Als sichtbare Zeugnisse führte Rolf Lindemann beispielhaft Erwerb und Überplanung des einstigen Kasernengeländes in Beeskow, den Neubau des Krankenhauses in der Kreisstadt, das Gut Klostermühle in Alt Madlitz oder die Wiederherstellung historischer Brücken in Briescht, Neubrück und Storkow an. Was in der Bilanz nicht fehlen durfte, sind grundhaft ausgebaute Kreisstraßen und die wiederhergestellte Grenzbrücke zwischen Coschen und Zytowan.
Die langjährige Dezernentin, die am 1. April 2019 in einen neuen Lebensabschnitt wechselte, wertete die anerkennenden Worte des Landrates auch als Dank an ihre Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie über Jahrzehnte zielorientiert zusammengearbeitet hat. Als einen Erfolgsfaktor ihrer Tätigkeit stellte Hanna Gläsmer die ressortübergreifende Suche nach den bestmöglichen Lösungen heraus. Was jetzt nach 45 Jahren Berufstätigkeit folge, verstehe sie keinesfalls als Ruhestand, sondern als eine Zeit des Aufbruchs. Die absehbare größere zeitliche Flexibilität werde ihr Gelegenheit geben, Neues anzugehen. Dem Landkreis Oder-Spree wünschte sie auch für die Zukunft verantwortungsbewusst getroffene Entscheidungen. Landrat Rolf Lindemann zeigte sich zuversichtlich, dass das bislang von Hanna Gläsmer geführte Dezernat III für Infrastruktur und Bauwesen in gute Hände kommt. Die nächste Generation - in diesem Fall Sascha Gehm, Erster Beigeordneter, seit 1. April 2019 Dezernatsleiter und Stanley Fuls, Amtsleiter für Infrastruktur und Gebäudemanagement - würde die Aufgaben auf ihre Weise, aber auch im Sinne der verabschiedeten Dezernentin weiterführen.