Klettwitz (gla). Die Rennstrecke Lausitzring bekommt Ende 2017 an einen neuen Eigentümer.

2009 übernahm die Eurospeedway Verwaltung GmbH mit fünf Gesellschaftern den Betrieb des Lausitzrings. Von Anfang an war eines der Hauptziele des Unternehmens, Renn- und Sportveranstaltungen auf dieser Sportstätte zu etablieren, und damit möglichst viele Besucherinnen und Besucher in das Lausitzer Seenland zu holen. Um das zu erreichen, musste das Unternehmen in den vergangenen Jahren immer mehr von der Rolle eines Vermieters in die des Veranstalters wechseln.
Allerdings konnte die zuständige Politik der Betreibergesellschaft keine ausreichende Unterstützung für die größte Sportanlage Brandenburgs zusagen. Mit dem jetzt eingeschlagenen Schritt, den Lausitzring an den Dekra Konzern zu übergeben, versucht der Betreiber, langfristig den Erhalt des Lausitzrings zu sichern, auch wenn sich damit der Schwerpunkt der Nutzungsart verschieben wird. Das teilte die Geschäftsleitung der Eurospeedway Verwaltung GmbH mit.
Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber begrüßt die von der Dekra angekündigte Übernahme des Lausitzrings. Die Sachverständigenorganisation will die Rennstrecke in Klettwitz zu dem größten unabhängigen Zentrum für automatisiertes und vernetztes Fahren in Europa ausbauen. „Das ist ein gutes Signal für die Lausitz und auch ein gutes Signal für Brandenburg“, sagte  Gerber. Damit biete sich eine neue, zukunftsorientierte Perspektive für das Rennstreckengelände. Von dem Projekt und den angekündigten Investitionen seien die Sicherung und der Aufbau von Arbeitsplätzen zu erwarten. Es biete zusätzliche Chancen für die Entwicklung der Energie- und Innovationsregion Lausitz, teilte der Minister mit.