Frankfurt (Oder) OT Güldendorf (daf). Eine Jury besuchte zum Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” den Ortsteil Güldendorf.

Noch bevor die Jurymitglieder sich den Ort Güldendorf näher anschauten, lud Ortsvorsteherin Brunhild Greiser die Jury ins Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr zur Stärkung ein und hielt einen 20-minütigen Vortrag über Güldendorf. Dabei wurde sie unterstützt von Vertretern der Feuerwehr, des Heimatvereins, der Evangelischen Kirchengemeinde, des Karneval-Clubs und der Kita „Parkschlöschen”.
In dem Vortrag ging es hauptsächlich um den Ort Güldendorf und dessen Geschichte sowie seine Stärken und Potenziale. So bezeichnete Brunhild Greiser die Freiwillige Feuerwehr, den Karnevals-Club und den Heimatverein als „tragende Säule” innerhalb des Ortes. Außerdem ist sie dafür „Traditionen zu pflegen und fortzusetzen” und nicht auf jeden Zug der neuen Moderne aufzusteigen. Nachdem der Vortrag vorbei war und sich alle mit Häppchen und Kaffee gestärkt haben, wurde die Ortsvorsteherin zusammen mit den Jurymitgliedern von einem Traktor und einem Anhänger, in dem Platz geschaffen wurde, durch den Ort gefahren. Dabei machten sie zunächst Halt an der Kirche. In der Kirche gab es auch einen kleinen Vortrag. Weitere Punkte, an denen Halt gemacht worden ist, sind die Kita „Parkschlößchen”, die Heimatstube und schlussendlich endete die Rundfahrt an der Seeterrasse, bei der sich der Karnevals-Club näher vorstellte.
Mitglieder der Jury waren: die Beigeordnete des Landkreises Oder-Spree, Gundula Teltewskaja, Dr. Karsten Lorenz vom Kreisbauernverband, Jeannette Gruner von der Ostbrandenburgischen Wirtschaftsfördergesellschaft, Dr. Antonia Brauchle von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Oder-Spree, Hagen Platz, Sachbearbeiter des Dezernats für Ländliche Entwicklung, Dorit Bunk als Abteilungsleiterin Grünanlagen und Stadtservice sowie Jana Fischer und Gerd Piefel vom Landwirtschaftsamt des Landkreises Oder-Spree.
Zum ersten Mal bewertet die Kommission aus Oder-Spree auch die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder), da das Landwirtschaftsamt der Kreisverwaltung Oder-Spree, das gleichzeitig den Kreiswettbewerb federführend organisiert, seit zwei Jahren auch für Belange der Landwirtschaft im Stadtgebiet von Frankfurt (Oder) zuständig ist.
Die Bewertung ist auf vier Bereiche ausgerichtet: Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Siedlungsentwicklung sowie Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft. Zusätzlich werden der Gesamteindruck und das Engagement der Dorfgemeinschaft insgesamt beurteilt. Der Sieger des Kreiswettbewerbs, neben Güldendorf nehmen die Ortsteile Kobbeln, Neuzelle und Schwerzko, die alle zur Gemeinde Neuzelle gehören und Pieskow, ein Ortsteil der Stadt Friedland am Wettbewerb teil, qualifiziert sich für die nächste Wettbewerbsrunde, den 10. Landeswettbewerb der attraktivsten Dörfer. Diese Wettbewerbsrunde findet dann nächstes Jahr statt.
Bei diesem Wettbewerb geht es nicht nur darum, sich vorzustellen und zu präsentieren, es können auch Prämien gewonnen werden. Während das Land Brandenburg an die drei Erstplatzierten, 10.000, 5.000 und 3.000 Euro übergibt, stellt der Landkreis Oder-Spree den ersten drei Gewinnern auf Kreisebene insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung.
Die von den Bundesländern 2018 bestimmten Landessieger nehmen 2019 am Bundesentscheid teil. Eine Jury besucht die Finalisten und vergibt Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie Sonderpreise. Die Preisträger werden auf der Internationalen Grünen Woche 2020 in Berlin im Rahmen eines großen Dorffestes feierlich ausgezeichnet und später bei einem Empfang auf Schloss Bellevue vom Bundespräsidenten geehrt.