Frankfurt/Oder (geh). Nach monatelangem, unermüdlichen Einsatz von Anwohnerinnen und Anwohnern konnte der Spielplatz in der Paulinenhofsiedlung vor Kurzem feierlich eröffnet werden.

„Eigentlich hätte ich heute in einer Spielhose kommen müssen, damit ich die Rutsche ausprobieren kann”, sagte Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke während der Eröffnung des neuen Spielplatzes. Ein vorheriger Termin machte sein Vorhaben allerdings unmöglich.
Darüber freuten sich die vielen Kinder, die an diesem trüben Samstagvormittag mit ihren Eltern und Großeltern zum Einweihungsfest gekommen waren. Schließlich wollten sie das neue Spielgerät als Erste ausprobieren. Die Ritterburg aus Holz konnte angeschafft werden, weil sich die Mitglieder der Bürgerinitiative an der Fanta-Spielplatz-Initiative beteiligt hatten. Es voteten so viele Menschen für den Spielplatz, dass am Ende 5.000 Euro gewonnen wurden. Hinzu kamen mehrere tausend Euro, die die Bürgerinitiative an Spenden gesammelt hatte. Sie stammen von Privatpersonen, aber auch von den Firmen BRT, Sanitär-Gas-Heizung Jens Gelitschke, der Wichern Diakonie Frankfurt (Oder), der Buchwald GmbH, von Computertechnik Hemmerling und der Physiotherapie Tobias Golm und von Peter Raschke von Schwäbisch Hall.
Norbert Leitzke, der stellvertretend für das Kinderhilfswerk an der Spielplatzeröffnung teilgenommen hatte, freute sich mit den Kindern und lobte das Engagement aus der gesamten Stadt. Er sagte: „Wir haben noch eine andere Bürgerinitiative in Frankfurt (Oder). Die hat einen Spielplatz verhindert”. Damit meint er Kliestow. Die Stadtverwaltung hatte 3.000 Euro für den Ortsteil eingeplant. Die gingen nun in die Paulinenhofsiedlung. Der Oberbürgermeister nutzte die Gelegenheit, um sein Unverständnis nach Kliestow zu schicken: „Wenn Kinder Lärm machen, ist das Zukunftsmusik für unsere Stadt”. Dafür erntete er viel Applaus.
Beifall - und einen kleinen Blumenstrauß als Dankeschön - gab es auch für Dorit Bunk, Abteilungsleiterin Grünanlagen in der Stadtverwaltung. Ohne sie wäre die Eröffnung des Spielplatzes geplatzt. Weil der Auslauf der Rutsche verzogen war, verwehrte der TÜV sein Okay. Nur mit Dorit Bunks Hilfe haben es die Mitglieder der Bürgerinitiative geschafft, rechtzeitig eine neue Rutsche mit genau der passenden Anbauhöhe zu besorgen.
Bevor das rote Band an der Kletterburg endlich zerschnitten werden durfte, verkündeten Detlef Bedurke und Lothar Marchewski, Sprecher der Bürgerinitiative, eine Überraschung: Die Landesregierung unterstützt den Ausbau des Spielplatzes mit insgesamt 14.320 Euro aus Lottomitteln. Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke meint: „Damit wird der Paulinenhof noch attraktiver. Vor allem wird das Angebot an Spielmöglichkeiten erweitert. Das ist auch nötig“. Vielleicht stehen dann bald auch Minihütte oder Karussell auf dem Spielplatz in der Paulinenhofsiedlung.