Dresden (gla). Voriges Wochenende wurde der Tag der Deutschen Einheit gefeiert.

Die offizielle Veranstaltung zum Nationalfeiertag findet immer in der Hauptstadt des Landes statt, das in diesem Jahr den Vorsitz im Bundesrat hat. 2016 war der Freistaat Sachsen Gastgeber. Verschiedene Themen überschatteten die dreitägigen Festlichkeiten. In der Woche davor explodierten zwei Spreng- oder Brandsätze in Dresden. Drei Polizeifahrzeuge wurden angezündet. Verletzte gab es aber nicht. Täter und Motive sind in beiden Fällen unbekannt. Das führte zu erhöhten Sicherheitsmaßnahmen für die offizielle Feier. Am Montag, dem 3. Oktober 2016  demonstrierten unangemeldet tausende Anhängerinnen und Anhänger der in Dresden entstandenen Pegida-Bewegung.
Dabei wurden Bundeskanzlerin, Bundespräsident und andere Politikerinnen und Politiker beim Besuch der offiziellen Veranstaltung beschimpft. Viele der Demonstrantinnen und Demonstranten forderten den Rücktritt von Angela Merkel. Ein Polizist aus Niedersachsen, der ihnen einen erfolgreichen Tag gewünscht hatte, sorgte für Kritik. Die niedersächsische Polizei distanzierte sich von dieser Aussage. Disziplinarmaßnahmen gegen den Beamten seien aber nicht geplant. Zu Beginn des Festakts in der Semperoper wurde die Ring-Parabel aus Lessings „Nathan der Weise“?vorgelesen. Anschließend würdigte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Mut derjenigen, die 1989 auf die Straße gingen, um gegen das SED-Regime zu demonstrieren.
Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte in seiner Rede: „Diejenigen, die heute besonders laut pfeifen und schreien, die haben offenkundig das geringste Erinnerungsvermögen daran, in welcher Verfassung sich dieser Staat und diese Stadt befunden haben, bevor die Deutsche Einheit möglich wurde.“