Frankfurt/Oder (eb/geh). In der Marienkirche sind die Ergebnisse eines viertägigen Graffitiworkshops vorgestellt worden.

Der Kulturbeigeordnete Markus Derling würdigte die Arbeiten der neun Künstler im Alter von 11 bis 20 Jahren: „Ziel des Workshops war es, neben der Tablet-Führung durch die Ausstellung einen weiteren modernen und durchaus kritisch zu betrachtenden Zugang zu unserer Reformationsgeschichte zu erschließen. Ich bin den beiden Workshopleitern Oliver Bock und Nicolas Rindt sehr dankbar, dass sie die vorab in der Reformationsausstellung gewonnenen Eindrücke gemeinsam mit den jungen Frankfurtern künstlerisch umgesetzt haben“.
Das Thema der Graffiti wurde hierbei bewusst offengehalten. Ob Reformation, Revolution, Veränderungen, Werte, Glauben oder die Frage: Was ist mir wichtig? Nicht die Religiosität habe im Vordergrund gestanden, sondern was die Einzelnen aus diesen Schlagworten machen. „Entsprechend vielfältig sind auch die Ergebnisse“, lobt Derling. Workshopleiter Nicolas Rindt ergänzt: „Auch für uns als Künstler ist es eine ganz besondere Erfahrung, Werke in einer Kirche zu gestalten, zumal noch während einer laufenden Ausstellung, bei der wir automatisch in Kontakt mit den Besuchern kommen“. Entstanden sind so vier Holzwände mit unterschiedlichen Motiven. Sie bleiben noch bis zum 31. Oktober 2017 in der Marienkirche stehen.
Graffiti gehören in Frankfurt (Oder) seit langem zum Stadtbild - in der Johann-Eichhorn-Straße, an der Ernst-Thälmann-Brücke und an der Kieler Straße. Diese Flächen sind für Graffiti freigegeben und werden regelmäßig neu gestaltet.