Ostbrandenburg (geh). Der zweite diesjährige Lehrgang des EU-geförderten Projekts „Im Tandem gegen die Grenzkriminalität” startete vorige Woche in Frankfurt (Oder).

An diesem zweiwöchigen Kurs nehmen zehn deutsche und zehn polnische Polizeibedienstete teil, die auf dem Gebiet der deutsch-polnischen Zusammenarbeit tätig sind. Sie kommen aus vielen verschiedenen Dienststellen, darunter das Landeskriminalamt Brandenburg, das Bundespolizeipräsidium Berlin und die polnische Grenzschutzabteilung „Oder”. In der ersten Woche mussten die Frauen und Männer  die Schulbank drücken. Sie vertieften ihre bereits erworbenen Sprachkenntnisse, hörten Vorträge zum deutsch-polnischen Eingriffsrecht und zur aktuellen Entwicklung bei der grenzüberschreitenden Eigentumskriminalität. In der zweiten Woche werden die zwanzig Leute in die Praxis gehen und das Erlernte umsetzen.
Den Lehrgang hat Peter Salender vom Polizeipräsidium des Landes Brandenburg offiziell in der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder) eröffnet. Er versprach den Teilnehmern einen nicht „trockenen theoretischen Teil, damit der Unterschied zur Praxiswoche nicht so groß wird”.
Der 1. Polizeihauptkommissar Axel Heyne sagte, dass Brandenburg mit diesen Lehrgang eine deutschlandweite Vorreiterrolle spielt. Leslaw Siwka, der Leiter der Grenzschutzwache in Slubice, dessen Kollegen zum zweiten Mal bei solch einem Kurs dabei sind, sagte: „Aus Berichten weiß ich, dass die Teilnahme am Lehrgang eine Bereicherung für die Polizeiarbeit darstellt”. Tomasz Kaczynski, der stellvertretende Kreiskommandeur unterstrich, wie wichtig der Austausch zwischen beiden Polizeien sei.