Ostbrandenburg (geh). Die Arbeitsmarktzahlen für den Monat Mai wurden vorige Woche vorgestellt.

„Die Entwicklung ist weiter vorzüglich”, beschreibt Jochem Freyer, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Frankfurt (Oder) die derzeitige Lage. Das Jahr des Arbeitsmarkts sei erwachsen geworden. Äußere Einflüsse wie Wetter und Feiertage spielten nun keine Rolle mehr.
Im Agenturbezirk lag die Arbeitslosenquote im Mai auf 7 Prozent. Schon im nächsten Monat rechne Freyer mit einem Sinken auf unter 7 Prozent. Trotzdem stehe der Arbeitsmarkt in Ostbrandenburg kurz vor einem strukturellen Defizit. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen bald in Rente. „Das wird ein Kampf der Regionen und der Betriebe um Personal. Quantitativ und qualitativ”, prophezeit Freyer.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Mai in Frankfurt (Oder) um 149 auf 2.570 Menschen verringert. Das waren 417 Arbeitslose weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Stadtgebiet 8,7 Prozent, 1,3 Prozent weniger als im Mai 2016.
532 Frauen und Männer meldeten sich neu oder erneut arbeitslos. Gleichzeitig konnten 681 Leute ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Auch auf dem Ausbildungsmarkt gebe es Bewegung, sagte André Keipke, Bereichsleiter Berufsberatung. Derzeit gleichen sich Angebot und Nachfrage aus. Wer noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte sich den 22. Juni 2017 vormerken. Dann findet in der Handwerkskammer eine Last-Minute-Lehrstellenbörse statt
Eine gute Nachricht hat Armin Müller vom Frankfurter Jobcenter für ältere Arbeitslose: Die Arbeitsgelegenheiten, 1,50 Euro-Jobs genannt, sollen wieder aufgelegt werden. „In der Hoffnung”, so Müller, „dass einige Teilnehmer dadurch den Absprung in den ersten Arbeitsmarkt schaffen”.