Frankfurt/Oder (geh). Vorige Woche wurden die Arbeitsmarktzahlen für Dezember 2017 bekannt gegeben.

„Der Dezember war so gut wie das ganze Jahr”, sagte Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). Obwohl die Arbeitslosenquote geringfügig gestiegen ist, sprach er von dem niedrigsten Jahresendwert seit 1990. Freyer: „Wir können sehr dankbar sein für diese Entwicklung”.
Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember 2017 im Stadtgebiet von Frankfurt (Oder) um 61 auf 2.497 Personen gestiegen. Das waren 236 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 8,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 9,1 Prozent. Dabei meldeten sich 542 Menschen neu oder erneut arbeitslos, 71 weniger als im Dezember 2016. Gleichzeitig beendeten 492 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn 2017 gab es in Frankfurt (Oder) insgesamt 7.376 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Minus von 631 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt (Oder) sagt zu den Zahlen: „Mich freut, dass 2017 auch etliche vorher langzeitarbeitslose Frankfurterinnen und Frankfurter wieder eine Chance am Arbeitsmarkt bekommen haben”.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 26 auf 648 freie Jobs gestiegen. Jochem Freyer appelliert an die Arbeitgeber, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Arbeitnehmer anzuziehen. Dabei denke er besonders an bisherige Berlin-Pendler. Freyer: „Es gibt fünf Gründe für Berlinrückkehrer. Dauerbeschäftigung, mindestens tarifähnliche Bezahlung und Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen darauf, dass die Lage so stabil bleibt, wie sie jetzt ist”.