Ostbrandenburg (geh). Die Deutschen haben am vergangenen Sonntag eine neue Bundesregierung gewählt.

Die Union ging aus der Abstimmung klar als stärste Partei hervor. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel sei damit ein Regierungsauftrag verbunden. Auch wenn sie auf ein besseres Ergebnis gehofft habe. In einer ersten Analyse erinnerte die CDU-Vorsitzende noch einmal an den schwierigen Wahlkampf, den sie vorausgesagt hatte. Illegale Migration sei ein Thema gewesen, das zu Wählerabwanderungen in Richtung AfD geführt habe. Merkel: „Ich werde auch in Zukunft versuchen, nicht immer über die anderen zu sprechen, sondern die eigenen Hausaufgaben, die wir sehr gut sehen, zu machen”. Für den Wahlkreis 63 hat CDU-Mann Martin Patzelt sein Mandat für den Bundestag verteidigt. Er versichert, dass er sich „auch in den kommenden vier Jahren wieder der Sacharbeit widmen werde”. Zudem wolle er sich viel mehr Zeit für den Dialog mit den Wählern nehmen.
Für die SPD führte das Wahlergebnis offensichtlich zum Rückzug in die Rolle der Opposition. Parteichef Martin Schulz sagte: „Ich verspreche unseren Mitgliedern und Anhängern: Wir werden nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Eine herbe Niederlage braucht eine umfassende Aufarbeitung“.
SPD-Kandidat, Dr. Franz H. Berger schaffte es nicht in den Bundestag. Er erklärte nach der Wahl: „Der Ausgang hat mich schon enttäuscht. Grund dafür war sicherlich die fehlende inhaltliche Diskussion zu Themen der Zukunft. Bundespolitische Tendenzen haben den regionalen Wahlkampf dominiert”.
Thomas Nord zieht über die Landesliste für Die Linke in den Bundestag. Auch seine Partei zeigte sich mit dem Wahlergebnis unzufrieden. Nord räumte ein: „Insbesondere im ländlichen Raum haben wir kein Mittel gegen die Verluste gefunden“.