Frankfurt/Oder (geh).  Als Podium für seinen Wahlkampf wollte Markus Derling den Jahresempfang der CDU im Kleist-Museum wohl nutzen. Nach der 45-minütigen Rede der Wuppertaler CDU-Frau Diana Kinnert hatte der OB-Kandidat jedoch kaum noch eine Chance. Mit ihrer jugendlichen Art - sie trug Basecap und EU-Sweater - zog die 27-Jährige mit Migrationshintergrund alle Register. Die Gäste, zu denen unter anderem der frühere CDU-Kreisvorsitzende Thomas Bleck, OderlandSpiegel-Verlagsleiter Mathias Ewest und der SDG-Inhaber Alexander Glaß (v.l.) gehörten, zeigten sich beeindruckt von den Inhalten, die Kinnert ohne Manuskript auf den Punkt brachte. Derling, der selbst als begnadeter Redner gilt, musste sich in der kurzen Skizzierung seines Wahlprogramms mit den Resten der Konzentration fast aller Zuhörer zufrieden geben. Beifall erntete er dennoch, als er von sich als Pragmatiker, nicht als großer Entertainer sprach. Er versicherte: „Ich möchte ein OB für alle sein”.