Ostbrandenburg (eb/geh). In Breslau hat die „Konferenz zur Zukunft der Oder“ stattgefunden.  

Die Teilnehmer unterzeichneten die „Erklärung für die Oder“. Darin geben sie ihren Willen zum Ausdruck, die Entwicklung der Wasserstraßen, insbesondere
des Oderstroms, gemeinsam voranzubringen.
Ziel ist es, in Übereinstimmung mit den Vorgaben des EU-Weißbuches Transport, die Nutzung der Wasserstraßen für die ökologisch vorteilhafte Binnenschifffahrt besser zu fördern. Dazu gehört die Schwachstellenbeseitigung an der Oder genauso wie der Wille, die Oder als Teil des Europäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) zu deklarieren. Nur so könne die Oder als verbindendendes Element zwischen Tschechien, Polen und Deutschland weiter genutzt und ertüchtigt werden, heißt es. Gefordert werde weiterhin die Umsetzung des „Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Polen über die gemeinsame Verbesserung der Situation an den Wasserstraßen im deutsch-polnischen Grenzgebiet unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes, der Abfluss- und Schifffahrtsverhältnisse.
Die IHK Ostbrandenburg ist als Mitglied der Kammerunion Elbe-Oder (KEO) Mitunterzeichnerin der Erklärung. Für sie unterschrieb Dr. Felix Lösch, IHK-Präsidiumsmitglied und Geschäftsführer der Leipa Logistik GmbH in Schwedt. Er sagte: „Unsere Region braucht die Oder als Transportweg zwischen den Metropolen Berlin und Stettin und in den Ostseeraum hinein. Deshalb muss laut Regierungsabkommen die Ertüchtigung des Flusses, wie zum Beispiel die Klützer Querfahrt, endlich verwirklicht werden“.