Frankfurt/Oder (eb/geh). Nachdem die Gruppen der Kita „Hilde Coppi“ vier Monate in Ausweichquartieren untergebracht waren, besuchen sie seit dem 1. April wieder das eigene Gebäude in der Rosengasse.

Gemeinsam mit Kitaleiterin Diane Krüger begrüßte Wichern-Vorstand Kai Stähler Eltern, Kinder und Erzieherinnen in dem frisch sanierten Gebäude. Außerdem kamen am Montag Sozialdezernent Jens-Marcel Ullrich und Ina Grahl vom Jugendamt, um sich die sanierten und neu gestalteten Räume der Kita anzuschauen. Die Stadt Frankfurt (Oder) als Vermieterin des Gebäudes und die Wichern Diakonie als Trägerin der Kita hatten sich im Dezember darauf geeinigt, notwendige Arbeiten durchführen zu lassen. Die Fußböden wurden komplett erneuert und mit natürlichem Linoleum belegt, alte Tapeten abgetragen, die Wände mit zertifizierten Umweltfarben gestrichen und Einrichtungsgegenstände gründlich gereinigt.
„Die zügige Schaffung der Ausweichquartiere als auch die flüssige und termingerechte Bewältigung aller Bau- und Renovierungsarbeiten waren nur möglich durch das Engagement vieler Menschen“, so Kai Stähler. „Deshalb bedanke ich mich ganz herzlich bei der Stadt, der Baufirma Schönherr und Fritsch und allen beteiligten Mitarbeitern der Wichern Diakonie.“ Außerdem geht ein großes Dankeschön auch an die Eltern für ihr Verständnis und ihre Geduld.
Wegen schlechter Gerüche waren im Herbst des vergangenen Jahres Boden- und Luftproben entnommen worden. Diese hatten ergeben, dass in den Fußböden eine schadstoffhaltige Teerpappe verbaut war. Die Wichern Diakonie schloss daraufhin das Gebäude am 5. Dezember 2018. Die Gruppen wurden in Räumen in der Luisenstraße und in der Konstantin-Ziolkowski-Allee untergebracht.
Obwohl unabhängige Gutachter und Experten des Gesundheitsamtes erklärt hatten, dass die Schadstoffkonzentration nicht gesundheitsgefährdend sei, hatte die Wichern Diakonie gemeinsam mit der Stadt Frankfurt (Oder) beschlossen, alle betroffenen Räume komplett zu sanieren, um das Vertrauen der Eltern wiederherzustellen. „Deswegen haben wir die Eltern in diesen Wochen auch immer ausführlich informiert und die Elternbeiratsvorsitzende intensiv miteinbezogen“, sagt Kai Stähler. Jetzt kann die Kita wieder durchstarten und sich erneut mit besten Voraussetzungen voll entfalten.