Frankfurt/Oder (eb/geh). Die Integrationskindertagesstätte „Hilde Coppi“ in der Rosengasse 1 wurde am Mittwoch bis Weihnachten geschlossen.

Der Träger Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) e.V. öffnete am Donnerstag provisorisch Alternativräume in einem seiner Objekte in der Luisenstraße, um den weiteren Betrieb der Kindertagesstätte zu sichern.
Bereits seit Monaten kam es gehäuft zu Beschwerden von Mitarbeitern und Eltern über „stechenden“ und „muffigen“ Geruch in einigen Räumen des im Jahr 1960 erbauten städtischen Gebäudes. Im Juli dieses Jahres wurde bei einer Begehung durch Verantwortliche des Zentralen Immobilienmanagements (ZIM) entschieden, den Fußboden, aus dem der Geruch aufstieg, durch Experten eines Fachinstitutes untersuchen zu lassen. Ende Oktober legte dann die AKS Aqua-Kommunal-ServiceGmbH den Prüfbericht vor, über dessen Inhalt der Vorstand des Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) e.V., Kai Stähler sowie die Einrichtungsleiterin Beate Bruhn im Rahmen eines Gespräches mit Vertretern des ZIM und dem Prüfer informiert wurden.
Laut Gutachter und Einschätzung des Gesundheitsamtes liege keine Gesundheitsgefährdung vor, so Vera Kubler aus der Pressestelle der Stadtverwaltung. Dennoch wurden im Boden einiger Räume Ausdünstungen von Phenol festgestellt, was aus der Baugeschichte des Hauses resultiere und in Gebäuden vergleichbarer Bauweise nicht unüblich sei. Eine Raumluftuntersuchung soll nun absolute Sicherheit bringen.
Der Auftrag, diese Untersuchung vorzunehmen, erging vergangenen Dienstag nach einer kurzfristig einberufenen Beratung zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Wichern Diakonie sowie Experten verschiedener Fachämter der Stadtverwaltung. Auch der erste Beigeordnete Claus Junghanns und Stadtentwicklungsdezernent Jörg Gleisenstein nahmen an der Zusammenkunft teil. In ungefähr zwei Wochen wird das Ergebnis der Raumluftuntersuchung erwartet, danach ist eine Neubewertung der Situation vorgesehen.