Kobbeln (hn). Das vorige Wochenende stand in der Region ganz im Zeichen der Weihnachtsbaumverbrennungen. Wie in Kobbeln, so auch in vielen anderen Orten, trafen sich die Menschen nach Einbruch der Dunkelheit, um die Bäume gemeinsam zu entsorgen und bei Bratwurst und Glühwein über das vergangenen Weihnachtsfest und Pläne für dieses Jahr zu sprechen. 

Am zugefrorenen Dorfteich übergab Feuerwehrmann Christian Schütze gegen 18 Uhr den ersten ausgedienten Weihnachtsbaum den Flammen des zuvor entfachten Feuers. Wenig später erreichte Doris Lehmann - ihren Baum im Schlepptau - den Platz und ließ das Gewächs mit Feuerwehr-Hilfe hell auflodern.
Etwas abseits entfalteten die ersten echten Thüringer Bratwürste auf dem Grill ihren Duft. Gemeinsam mit Glühwein, Bier und Kinderpunsch lockten sie Käufer an, wobei eine Dose als „Kasse des Vertrauens” diente, das habe sich in der Vergangenheit bewährt.
Nach und nach gelangten immer mehr Kobbelner samt ihrer Tannen, Fichten und Kiefern an den Feuerplatz, begrüßten einander mit lautem „Hallo”. Bestaunt wurde die jüngste Kobbelnerin, Carlotta Krüger, gerade einmal einen Monat jung und tief schlafend in ihrem Kinderwagen, umringt von jungen Müttern und Vätern, die ihre Erfahrungen austauschten über den Vorteil breiter Reifen in ländlichem Gefilde.
„Unsere seit vielen Jahren veranstaltete Weihnachtsbaumverbrennung ist immer eine sehr gesellige Runde”, erklärte Ortsvorsteher Manfred Holzhey. „So um die 50 Leute sind immer mit dabei.” Ungefähr 30 Bäume gehen bei dieser Gelegenheit in Flammen auf. Seit am 1. Advent auf dem Dorfanger der traditionelle Weihnachtsbaum aufgestellt wurde, wird im Dorf gefeiert. Das Weihnachtssingen stimmte zusätzlich auf die Bescherung ein. Nun trafen sich die Kobbelner nach „zwei langen Wochen” wieder zum Abgesang auf die Weihnachtszeit.
Doch damit kehrt lange keine Ruhe ins Dorf ein. Jetzt hat der alles organisierende Ortsbeirat erst mal zum Skiausflug nach Österreich eingeladen. Zwanzig Interessenten trugen sich dazu ein. Gut erholt gehen sie danach in die Fastnachtssaison, treffen sich am 3. Februar, um 9 Uhr in der Gaststätte Krüger zum Zampern, am 10. geht es bei der Kreschke wieder hoch her, dann folgt die Frauentagsfeier. „Ganz wichtig ist, dass wir, sobald das Wetter es zulässt, mit dem Ausbau des Naturlehrpfades weiter machen”, so Holzhey in der Hoffnung auf gute finanzielle Unterstützung durch das Amt. Davon hänge ab, welchen Umfang das Ganze nimmt und wie schön es wird. Am Stein soll eine öffentliche Toilette errichtet werden. „Wir haben aber noch viele, viele weitere Ideen”, so der Ortsvorsteher. Aber darüber solle noch nicht gesprochen werden, um das Amt nicht zu überfordern. Das nächste Ziel ist die Fertigstellung der Küche im Gemeindehaus, einem umgebauten ehemaligen Schweinestall. Und auch die Kinder kommen nicht zu kurz, denn am 2. Juni sind sie zum Kinderfest nach Henzendorf eingeladen. Kobbeln, Treppeln, Göhlen, Ossendorf, Henzendorf und Bahro haben sich zu diesem Zweck zusammen geschlossen, um mit vereinten Finanzen auch etwas ordentliches auf die Beine stellen zu können. Im Juli steigt wieder das Steinfest. Bis dahin soll auch die Baugrube verschwunden sein. Mit einem Wagen wollen die Kobbelner am Brandenburger Dorf- und Erntefest im September in Neuzelle teilnehmen, bevor im Oktober das gleichnamige Fest sowie das Feuerwehrvergnügen steigen und sich im Dezember mit der Weihnachtszeit der Jahreskreis schließt.