Frankfurt/Oder (eb/geh). Die SPD Frankfurt (Oder) traf sich vor gut einer Woche zu einem ordentlichen Unterbezirkswahlparteitag.

Gut ein Viertel der Frankfurter Mitglieder waren erschienen, um den Bericht des Vorstandes zu hören, zahlreiche Jubilare für langjährige Mitgliedschaft zu ehren und einen neuen Vorstand zu wählen.
Bei den Ehrungen ist besonders Peter Sauerbaum zu erwähnen, der scheidende Intendant des Staatsorchesters, der für 50 Jahre Parteimitgliedschaft eine Urkunde und die Ehrennadel in Gold überreicht bekam.
Unterbezirksvorsitzender Jens-Marcel Ullrich ging in einer durchaus kritischen Zusammenfassung noch einmal auf den zurückliegenden Oberbürgermeister-Wahlkampf ein. Dass er jetzt, und mit dem guten Wahlergebnis von 34 Ja-Stimmen im Amt des Beigeordneten unter anderem für Soziales wiedergewählt wurde, sehe er als Bestätigung und Anerkennung für seine Arbeit der vergangenen acht Jahre. Gestärkt durch dieses Ergebnis, schaut Ullrich jetzt hoffnungsvoll auf die nächsten Monate, die der Vorbereitung der Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen in 2019 dienen.
Bei den anschließenden Wahlen zum Unterbezirksvorstand wurde Jens-Marcel Ullrich ohne Gegenkandidaten mit einhundert Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Ebenso wurden Corinna Kleinke und Dietrich Hanschel als Stellvertreter, Gottfried Hoffmann als Schatzmeister sowie Peggy Zecha, Tilo Winkler und Thomas Schmidt als Beisitzer für zwei Jahre gewählt.
Nach der Wahl wurde ein Antrag des SPD Ortsvereins Potsdam-Stern/Drewitz - in dem die Landesregierung aufgefordert wird, auf der Linie des Regionalexpress 1 ganztägig einen 20-Minuten-Takt zu gewährleisten - diskutiert und einstimmig mitbeschlossen. Die hierfür notwendigen Fahrzeuge seien zum Wechsel des Fahrplans 2019/20 bereitzustellen.
Seit 1994 haben sich die Fahrgastzahlen mehr als verzehnfacht. Heute bringt der Regionalexpress 1 täglich rund 45.000 Menschen an ihr Ziel. Diese Zugverbindung ist für Zehntausende von Pendlern die Lebensschlagader zwischen dem Osten, der Mitte und dem Westen Brandenburgs. Die derzeitige Taktung führt mittlerweile täglich zu überfüllten Waggons, langen Wartezeiten und großem Unmut der Fahrgäste.
Abhilfe bringe hier nur eine Verdichtung der Takte, um die Kapazitäten der Linie zu erweitern, waren sich die anwesenden Mitglieder der Frankfurter SPD einig. In einem Zusatzantrag des Frankfurter Unterbezirks wurde die Forderung beschlossen, dass diese veränderte Taktung nicht in Fürstenwalde enden darf, sondern von Brandenburg an der Havel bis Eisenhüttenstadt durchgängig realisiert werden muss.