Frankfurt/Oder (eb/gla). Am vergangenen Samstag kehrten die vierzig Musikerinnen und Musiker der Fanfarengarde von ihrer Tournee durchs südliche Europa nach Frankfurt (Oder) zurück.

Die Tournee startete in Malgrat de Mar in Spanien mit einem Konzert, zu dem sich die Deutsche Jugendbrassband Lübeck gesellte. Vor einigen hundert Zuschauern begeisterten beide Orchester, die sich im Laufe der Zeit in Spanien anfreundeten und sich zu weiteren gegenseitigen Besuchen  verabredeten. Die Besichtigung der Schwarzen Madonna im Kloster Montserrat  beeindruckte  die Jugendlichen, genau wie die Reise nach Barcelona am nächsten Tag. Ein Stadionbesuch beim FC Barcelona war ein Muss.
Das Konzert im „spanischen Dorf“ von Barcelona war ein Höhepunkt, ebenso wie das Konzert in Lloret de Mar mit langanhaltenden Zugaben. Hier ergaben sich spontane Kontakte zu Musikerinnen und Musikern aus der Schweiz sowie Veranstaltungspräsidenten, die zu ihren Veranstaltungen, zum Beispiel dem Karneval in Frankfurt am Main einluden.
Bei strömendem Regen wurde die  Reise zum zweiten Halt nach Nizza fortgesetzt. Dort angekommen blieb nicht viel Zeit, um das Konzert in Monaco vorzubereiten.
Nach einer spannenden Anreise mit einer Begegnung der dortigen Gendarmerie kam die Fanfarengarde im Auditorium Rainier III  an und konnte ihr wichtigstes Konzert der Tour vorbereiten. Die Einladung kam vom Deutsch-Internationalen Club von Monaco, deren Präsident  alle notwendigen Vorbereitungen initiierte. Einige Clubmitglieder mit ihren Familien und weiteren Gästen verfolgten das Konzert mit Begeisterung.
Der Auftritt  in Monaco  wurde von mitreisenden Zwillingen aus Berlin in französischer und englischer Sprache moderiert. Nach einigen Zugaben gab es viel Lob für die Musik und das Erscheinungsbild der Garde, die als Dankeschön zum Abendessen im „Café de Paris“ neben dem Casino von Monte Carlo eingeladen wurde. Hier konnte sie viel über das Leben in Monaco  erfahren. Während des Abendessens kam es zu weiteren spontanen Begegnungen und Episoden. Alle waren vom Ambiente, dem Essen und der Freundlichkeit der Menschen begeistert. Ein Foto vor dem Casino von Monte Carlo gehört natürlich genauso dazu wie das Bestaunen und Posieren vor den Maseratis, Bentleys, Ferraris und anderen Luxuswagen. Ein rundum gelungener Tag mit unvergesslichen Eindrücken klang bei einer Nachtfahrt in Monaco aus. Am folgenden Tag wurde die Promenade des Anglais besucht, auf der am 14. Juli 2016 bei einem LKW-Anschlag durch einen islamistischen Terroristen über 70 Personen ums Leben kamen. Am Gedenkpavillion an der Promenade stockte allen der Atem. Am Ort des Gedenkens nahmen die Mitglieder der Garde Anteil am Leid des französischen Volkes.  Der Tag klang in Saint-Tropez mit dem Besuch der aus den Filmen mit Luis de Funés bekannten Gendamerie aus. Auf der Rückfahrt am nächsten Tag wurde in Italien, der Schweiz, Liechtenstein und Österreich haltgemacht.
Die Konzertreise wurde aus Mitteln des Kulturbüros der Stadt Frankfurt (Oder), der Sparkasse Oder-Spree und vieler weiterer Sponsoren mitfinanziert.  Ein großes Dankeschön sagen dafür alle teilnehmenden Musikerinnen und Musiker. Ein besonderer Dank gilt auch dem Busunternehmen Beuschel, deren zwei Busfahrern gerade in Nizza, Barcelona und Monaco alles abverlangt wurde.