Müllrose (eb/gla). Mit einem guten Gefühl ging die HSG Schlaubetal-Odervorland in das Spiel gegen die Gäste vom HC Spreewald.

Schließlich wurde das Hinspiel 25:30 vor fremdem Publikum gewonnen. Trainer Michael Stalla konnte bis auf zwei fehlende Akteure aus dem Vollen schöpfen.
Die Vorfreude wurde von einem aktuellen Anlass überschattet. Mit einer Schweigeminute drückten die Fans, Spieler, Trainer und Verantwortlichen ihr Mitgefühl für die unter der Woche verstorbenen Brandenburger Polizisten und die ermordete Müllroser Rentnerin aus. Für die Hinterbliebenen richtete der Verein eine Spendenstelle in der Schlaubetalhalle ein. Ein bedrückendes Gefühl lag über der Platte. Stattfinden musste und sollte das Spiel dennoch.
Ausgeglichen startete die Partie. Nach 15 gespielten Minuten standen sich die Teams noch auf Augenhöhe gegenüber. Grund dafür war die auf beiden Seiten stark agierende Defensive. Dann kam eine starke Phase der Hausherren. Drei Treffer sorgten für die Führung (14:10). Mehrmals gab es Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Völlig freistehend vergaben jedoch Marc Eschenbach, Felix Preiß und Normen Ermling wichtige Treffer. So war es verdient, dass das Team bis zur Halbzeitpause nicht über einen Gleichstand (16:16) hinaus kam. Fehlende Konzentration und liegengelassene Chancen sprach Trainer Stalla in der Halbzeitpause an und forderte seine Spieler auf, dies zu verbessern.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schienen sie seine Worte verinnerlicht zu haben. Mit zwei Treffern in Folge stand es 22:17 für die HSG. Wieder scheiterte sie an den vermeintlich leichten Bällen und brachte die Gäste zurück ins Spiel. Mit einer starken Leistung holten die Spreewälder den Rückstand auf. In der 48. Spielminute schrumpfte die Führung der Heimmannschaft auf ein Tor (23:22). Bis zur 51. Minute gelang es den Gastgebern, drei Treffer in Folge zu erzielen. Die Entscheidung sollte es nicht sein. Durch vier Zeitstrafen bestritt die HSG die Endphase in der Unterzahl. Bis zur 60. Minute konnten die Gäste diese Situation nutzen. Mit dem Abpfiff traten sie zum entscheidenden Siebenmeter an. HSG-Torwart Jacub Wamka entschärfte und besiegelte den Endstand von 28:28.