Ostbrandenburg (hn). Mehrere hundert Menschen gedachten am Mittwochabend der ermordeten Polizisten und der Müllroser Rentnerin in der Beeskower Stadtkirche.

Angehörige der Opfer nahmen in der ersten Reihe Platz, vor einem kleinen Altar, der mit Kerzen übersät war. Aus der Landeshauptstadt waren Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Innenminister Karl-Heinz Schröter angereist. Auch Landrat Rolf Lindemann und Beeskows Bürgermeister Frank Steffen drückten ihr Mitgefühl aus und sagten den Hinterbliebenen jegliche Hilfe zu.
Nachdem Superintendent Frank Schürer-Behrmann das Wort an die Anwesenden richtete und an das furchtbare Ereignis erinnerte, das die Menschen in dieser Kirche zusammen führte, erhoben sich alle zu einer Minute des schweigenden Gedenkens von ihren Plätzen. Der Superintendent beklagte, dass sein lieber Gott so weit weg sei, und er grüble und suche, er rufe und weine, doch alles bleibe still.
Sichtlich bewegt brachte Ministerpräsident Woidke sein tiefes Mitgefühl zum Ausdruck: „Es ist schwer, in einer solchen Situation Worte zu finden. Es ist noch schwerer, Trost zu spenden. Was hätten wir besser machen können, um das Geschehene zu verhindern?” Landrat Rolf Lindemann sagte: „Etwas Furchtbares hat sich am gestrigen Tag in unserer Mitte ereignet. Eine grausame Tat, die die ganze Region schockierte.”
Frank Steffen versicherte den Angehörigen, „dass wir alle denen, die ihr Leben gelassen haben, sehr dankbar sind. Sie können stolz sein auf ihre Männer”.
Im Anschluss hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, eine der kleinen Kerzen auf dem Altar anzuzünden. Freunde und Bekannte drückten den Familien ihr Mitgefühl aus und versprachen Hilfe im Wissen, dass der Schock tief sitzt und die Bewältigung der Trauer Jahre brauchen wird.