Ostbrandenburg (geh). Die Arbeitsmarktzahlen für Februar wurden vorige Woche bekannt gegeben.

„Der Arbeitsmarkt hat dem Winter getrotzt”, beschreibt Jochem Freyer, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) die aktuelle Lage. Es gab einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar. Das sei eher unüblich für diese Jahreszeit. Als Ursachen dafür nannte Freyer die weiterhin stabile Verfassung der Wirtschaft, die gute Stimmung in den Betrieben und die intensive Förderung und Aktivierung von Arbeitslosen durch das Team in der Arbeitsagentur. „Wir nehmen die Winterarbeitslosigkeit nicht mehr hin wie eine Gottesgabe”, so der Chef der Arbeitsagentur.
So waren im Landkreis Oder-Spree im Februar 7.752 Menschen arbeitslos. Das sind 96 weniger als im Januar und 750 weniger als im Vorjahr. 2.527 Arbeitslose wurden von der Agentur für Arbeit betreut und 5.225 vom kommunalen Jobcenter des Landkreises. Die Arbeitslosenquote belief sich im Geschäftsstellenbezirk Eisenhüttenstadt auf 8,1 Prozent, im gesamten Landkreis Oder auf 8,3 Prozent. Dem steht eine Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent im Januar und von 9 Prozent vor einem Jahr.
Der Abbau der Arbeitslosigkeit zieht sich auch durch die zwei Geschäftsstellen - Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde - der Agentur für Arbeit im Landkreis Oder-Spree. Zurzeit sind 1.096 Stellen als vakant gemeldet. Davon kamen im Februar 307 neu hinzu, unter anderem aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (66), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (48), Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (63), Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik (49), Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht, Verwaltung (21) und Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus (48).
Seit Jahresbeginn konnten im Geschäftsstellenbezirk Eisenhüttenstadt 1.150 Menschen ihre Abeitslosigkeit beenden.
Im Rahmen der monatlichen Presskonferenz wollte Jochem Freyer die Gelegenheit nutzen, einen Appell an alle jungen Leute zu richten, die in diesem Jahr die Schule beenden. Es sei jetzt unbedingt notwendig, Bewerbungen zu verschicken. Und spätestens bis zu den Osterferien sollten alle beim Berufsberater gewesen sein. In den meisten Unternehmen werden die Entscheidungen für neue Auszubildende zwischen Mai und Juli gefällt. Das heißt, die Auswahlverfahren starten demnächst.