Eisenhüttenstadt (hn). Seit einigen Tagen können Besitzer von Elektroautos den Akku ihres Fahrzeugs auf dem Parkplatz am Rathaus während eines Behördenbesuchs oder einer Einkaufsrunde in der Lindenallee mit Strom versorgen.

Dafür ist eine in den Stadtwerken erhältliche oder im Rathaus ausleihbare Karte erforderlich. Angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Elektroautos noch ziemlich gering ist, wird das Stromtanken mit der Leihkarte bis auf Weiteres von den Stadtwerken gesponsort, ist also für den Nutzer kostenfrei.
Gute Erfahrungen hätte das Unternehmen mit seinen vier Elektroautos gemacht, berichtete Geschäftsführer Robert Böswetter. Sie bewähren sich im täglichen Einsatz. „Wenn Sie Kunde der Stadtwerke sind, wird die Stromentnahme über Ihr Kundenkonto abgerechnet”, erklärt er. Das funktioniere auch bundesweit bei allen Stadtwerken, die bei ladenetz.de registriert sind. So ist auch die Stromentnahmestelle am Rathaus in das Netz von über 100 Stadtwerken integriert, so dass der Nachteil der geringeren Reichweite von Elektroautos teilweise durch ein dichter werdendes Netz von Ladestationen kompensiert werden kann. In die genannte Homepage ist neben vielen anderen Informationen auch eine Karte integriert, auf der der Elektroautofahrer seine Fahrt planen kann, so dass er sicher an sein Ziel kommt. Eisenhüttenstadt bildet nun einen Lückenschluss, Beeskow und Fürstenwalde müssen noch ausgestattet werden, um sicher nach Berlin zu kommen.
Der Marketingleiter der Stadtwerke, Christian Nowak präsentierte die Ladekarte, die der Hütte-Card ähnlich ist und die deutschlandweit bei ladenetz.de akzeptiert wird. Der Antrag kann unkompliziert über die Homepage der Stadtwerke gestellt werden.
Da die Hersteller sich bisher nicht einigen konnten, ein einheitliches Steckersystem zum Laden zu schaffen, verfügt die Säule am Eisenhüttenstädter Rathaus über drei gängige Varianten - ein Normal- und zwei Schnellladestecker - die es ermöglichen, zwei Autos gleichzeitig zu versorgen. Inzwischen gibt es aus Eisenhüttenstadt vier Kundenanfragen zur Nutzung der Stromtankstelle.
„Im Rahmen der öffentlichen Diskussionen zur E-Mobilität ist es wichtig, in den Städten und Gemeinden auch darüber nachzudenken”, sagte Bürgermeister Frank Balzer. Diesbezüglich seien die Stadtwerke ein guter Partner. Balzer: „Wir wollen mit gutem Beispiel voran gehen.“ Die Stromzapfstelle am Rathaus soll auch ein Zeichen setzen, denn im Rathaus wird bereits an der Planung der nächsten Fahrzeuggeneration gearbeitet.