Frankfurt/Oder (geh). Vorige Woche erhielt die Frankfurter Arbeitsloseninitiative die Spende, die die vier Serviceclubs der Stadt während ihres Neujahrsempfangs gesammelt hatten.

10.700 Euro fließen nun in das Projekt „Schülerfrühstück” der Frankfurter Arbeitsloseninitiative. „Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Projekt ausgewählt wurde”, sagte Joachim Krauß, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Arbeitsloseninitiative zu den Vertretern der Serviceclubs, die sich eigens für die Scheckübergabe Zeit genommen hatten. Grit Egerer vom Lions Club Viadrina, Falck Bell von Kiwanis, Christian Seibert vom Rotary Club und Michael Thieme vom Lions Club der Herren überreichten die Spende an Joachim Krauß und Projektleiterin Evelyn Blaschke. „Wir können stolz sein auf diesen Erfolg”, sagte Grit Egerer, die im richtigen Leben die Filiale der Deutschen Bank in Frankfurt (Oder) leitet.
Die Spendensumme setzt sich zusammen aus den Beträgen, die beim Neujahrsempfang zusammenkamen und aus einer Aufstockung durch den Lions-Distrikt. Die war übrigens schuld daran, dass die Frankfurter Arbeitsloseninitiative das Geld erst jetzt bekam. Die Bewilligung der Aufstockung landete in einem Spam-Ordner, in den nicht so häufig geschaut wurde, verriet Joachim Krauß während des Übergabe-Termins.
Das Projekt „Schülerfrühstück” betreibt die Frankfurter Arbeitsloseninitiative seit 2012. Während der Schulzeit werden jeden Morgen Frühstückstüten gepackt und an Frankfurter Schulen geliefert. Der Hinweis zur Notwendigkeit einer solchen Pausenversorgung wird durch die jeweiligen Schulsozialarbeiter gegeben. Joachim Krauß: „Es ist manchmal erschreckend, wie viele Kinder kein Pausenbrot dabei haben”. Ein Beutel kostet nur 30 Cent.
Für diese wichtige Arbeit versucht die Frankfurter Arbeitsloseninitiative jährlich aufs Neue, Fördermittel zu akquirieren. Sollten diese auch für dieses Schuljahr bewilligt werden, muss der Verein einen Eigenanteil leisten. Dafür ist ein Teil der Spende der Serviceclubs vorgesehen. Ganz dringend werde auch ein neues Fahrzeug benötigt. Auch um Rücklagen dafür zu bilden, kommt den rührigen Vereinsmitgliedern das Geld mehr als gelegen. Denn ohne Auto und ohne engagierte Menschen kann diese wichtige Arbeit nicht gelingen.