Oder-Spree (hn). Torsten Hesse von der Arbeitsagentur stellte die Arbeitslosenzahlen für Februar vor.

Es waren in dieser Zeit 6.457 Menschen arbeitslos gemeldet, 134 weniger als im Januar. Damit lag die Arbeitslosenquote bei 6,9 Prozent. Den Arbeitslosenzahlen stehen gegenwärtig 1.350 offene Stellen gegenüber, wobei die Arbeitsplatzangebote in Bereichen wie Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung sowie in Handel, Vertrieb und Tourismus den höchsten Arbeitkräftebedarf haben, gefolgt von Tätigkeiten in Verwaltung, Bauwesen, Land- und Forstwirtschaft. Die milde Witterung befördere die geringere Arbeitslosigkeit, weil Bau- und Handwerksbetriebe zeitiger starten konnten, so Hesse. 20 Prozent der offenen Stellen seien für Quereinsteiger geeignet, wobei es für die allgemeine Verbesserung der Arbeitsbedingungen noch „Luft nach oben“ gebe.
Offene Angebote gibt es derzeit auf dem Ausbildungsmarkt. Im Landkreis Oder-Spree sind 500 Lehrstellen in etwa 130 Berufen frei. Ein vorrangiger Bedarf an Auszubildenden besteht für kaufmännische Berufe, bei Industriemechanikern und Elektronikern. Hesse räumt ein, dass es bei der Berufsberatung noch erhebliche Reserven gibt. So wollen viele junge Autoschrauber unbedingt Kfz-Mechatroniker werden, weil beispielsweise interessante und vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten in der Landtechnik gar nicht bekannt sind.
Obwohl die Arbeitsagentur über ein Budget von 12 Millionen Euro für die Unterstützung der Ausbildung verfügt, wird Hilfe oft nicht abgefordert. „Nichts scheitert am Geld“, sagt Torsten Hesse. Auch der Einstieg in einen Zweitberuf werde unterstützt, sofern dies notwendig ist. Für viele Ausbildungsbetriebe stellten weiterhin die schlechten Schulnoten der Bewerber in den Hauptfächern ein Problem dar. Die Unternehmen reagieren in ihren Lehrprogrammen darauf.