Fürstenwalde (geh/eb). Die Neuauflage des Parkfests in der Spreestadt wurde ein voller Erfolg.

Es sollte ein Fest werden, bei dem alle Menschen sich wiederfinden und wohlfühlen können. Und das ist den Organisatorinnen und Organisatoren gelungen. Das zumindest war immer wieder auf den Wegen und an den Ständen im neuen Stadtpark von den Besucherinnen und Besuchern zu hören.
Im Stadtpark, im Parkclub, im Heimattiergarten und auf der Parkbühne trafen Menschen aufeinander, die sich im Alltag selten begegnen, hier aber gemeinsam einen friedlichen Tag im Grünen verbracht haben. Neue Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aus Kriegsgebieten geflohen sind, verschenkten am Stand des Johanniter-Regionalverbands Oderland-Spree selbst zubereitete Speisen, wie sie sie aus ihrer Heimat kennen. Dieses interkulturelle Picknick wurde von den Gästen gern und interessiert angenommen. Mandy Lehmann, bei den Johannitern für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig: „Es war eine tolle Atmosphäre”.
Die Jugendlichen, die im Park ihre Tage und Nächte verbringen, hatten Gelegenheit, den Älteren zu zeigen, welch kreatives Potenzial in ihnen steckt. „Die im Park engagierten Akteure konnten beweisen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung zukunftsweisend ist und längst nichts mehr mit dem Stempel ‘Ökohippie’ zu tun hat”, beschreibt Ricardo Liebsch vom Team Parkbühne seinen Eindruck vom Fest.
Die Gäste, die aus Nah und Fern gekommen waren, genossen die Stille im Park, die von Zauberelfen, sanften Gitarrenklängen oder dem leisen Rhythmus eines Saxophonspielers begleitet wurde.
Aber auch zu sportlichen Aktivitäten waren die Besucherinnen und Besucher eingeladen. So durften die Kleinen mit großen Drahtschlaufen und grazilen Bewegungen Jumbo-Seifenblasen entstehen lassen. Zusammen mit ihren Eltern konnten sie an einem anderen Stand ihre Fähigkeiten im Minigolf unter Beweis stellen. Und etwas abseits hatte die Landtagsabgeordnete Elisabeth Alter zusammen mit ihrem Team einen kleinen Parcours vorbereitet. Mit Ringen auf Kegeln zu werfen und zu treffen, Teller auf Stöcken zum Drehen zu bringen oder im Umgang mit dem Hula-Hupp-Reifen zu überzeugen, war gar nicht so einfach, hat aber den Meisten viel Spaß gebracht. Wer den Mut zur Teilnahme und keine Angst vor kleinen Blamagen hatte, bekam von der SPD-Frau einen gerade erst erschienenen Familienpass mit tollen Rabatt-Angeboten in Berlin und dem Land Brandenburg geschenkt. Elisabeth Alter ließ es sich nicht nehmen, die Büchlein zu signieren. Alefgan Hasan aus Syrien hat sich darüber sehr gefreut. Die Elfjährige hatte es geschafft, sechs Hula-Hupp-Reifen auf einmal um ihre Hüften kreisen zu lassen. Elisabeth Alter: „Das muss unbedingt belohnt werden”.
Die Landtagsabgeordnete hatte sichtlich Spaß beim Parkfest. Nächstes Jahr würde sie sich wieder beteiligen. Und auch Mandy Lehmann von den Johanniternsagte: „Wenn es sich anbietet und wir dann gerade freie Ressourcen haben, sind wir gern wieder dabei”.
Das wird das Organisations-Team um Ines Walden vom Waldkinder Fürstenwalde e.V., Ricardo Liebsch vom Parkbühne-Team und Eberhard Henkel von der FDP freuen. Im Spätsommer 2015 trafen sich die Drei zum ersten Mal, um ihre gemeinsame Idee eines neuen Parkfests für Fürstenwalde zu diskutieren. Heute - kein Jahr später - können sie ein positives Resümee ziehen, was die Bereitschaft der Teams von Vereinen, Institutionen und Unternehmen angeht und mit Blick auf den Zustrom durch Besucherinnen und Besucher. „Mit dem ersten Parkfest Fürstenwaldes haben wir ein gelungenes positives Zeichen gesetzt”, findet Ines Walden. „Das Credo der Veranstaltung ist aufgegangen, gesellschaftliche Solidarität und ökologische Verantwortung.”