Ostbrandenburg und die Welt. So wie es aussieht, wird Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Von Katja Gehring

Mit der Mehrheit der Wahlmännerstimmen zieht Donald Trump für die Republikaner ins Weiße Haus ein. Am 20. Januar 2017 wird er das Präsidentenamt antreten. Die Wahl hat Trump schon angenommen.
Der 8. November 2016 hat die politische Welt gespalten. Auch in den USA. Nachdem sich abzeichnete, wer die Wahl für sich entscheiden konnte, gab es in allen Landesteilen Demonstrationen und Protestbekundungen. Donald Trump wurde als Blender, Dilettant und Populist beschimpft. An vielen Stellen im Wahlkampf hat der diesem Ruf alle Ehre gemacht. Wer die Kandidatur des Immobilien-Hais für einen schlechten Scherz gehalten hat, wurde jetzt eines Besseren belehrt. Und es hat sich mal wieder bewahrheitet: Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Auch ein Donald Trump kann Präsident werden.
Das hat er auch dem Wahlsystem in den Vereinigten Staaten zu verdanken. Am Mittwochabend wurde bekannt, dass Trumps Gegnerin Hillary Clinton durchaus mehr Stimmen von den Wählerinnen und Wählern erhalten hatte. Weil die Präsidentschaftswahl aber nicht direkt erfolgt, muss die Demokratin zurückstecken. Doch auch ihr Name und die Zugehörigkeit zum Clinton-Clan taten ihr Übrigens. Mit den Clintons verbinden die US-Amerikanerinnen und Amerikaner Korruption, Verschleiherung und Lügen. In Donald Trump hingegen sehen viele einen Mann, der die Wahrheit sagt. Auch, wenn die nicht immer bequem und populär ist.
Der New Yorker studierte Betriebswirtschaft und übernahm 1974 das Unternehmen seines Vaters. Mit den Jahren veröffentlichte er 16 Bücher, vor allem Ratgeber-Lektüre, und spielte in diversen Hollywood-Filmen mit. Der 70-Jährige ist zum dritten Mal verheiratet, hat fünf Kinder und acht Enkelkinder. Politisch legte sich der Unternehmer immer wieder neu fest. 1987 ließ er sich als Republikaner registrieren. 1999 schloss er sich der Independence Party an. Im Jahr 2001 trat er den Demokraten bei, wechselte aber 2009 wieder zu den Republikanern.