Frankfurt/Oder (gla). Vor einer Woche begann das Oktoberfest in Frankfurt (Oder). Das Fass sollte schon um 17 Uhr angestochen werden. Allerdings war der Oberbürgermeister zu diesem Zeitpunkt beruflich in Potsdam. Aber das störte die Feiernden nicht. Schließlich muss es nicht das erste Fass des Abends sein, das vom Stadtoberhaupt aufgemacht wird. Also wurde weiter getanzt und geschunkelt. Gegen 20 Uhr zapfte Dr. Martin Wilke an. Er benötigte nur drei Schläge dafür. „Dass bayerische Tradition im preußischen Frankfurt Fuß fassen würde, wer hätte das gedacht?“ sagte er. Die Anwesenden aus Frankfurt (Oder), Märkisch Oderland und dem Landkreis Oder-Spree gaben ihm lautstark Recht. Trotz des reichlichen Bierkonsums blieb der Abend friedlich. Einige beschwerten sich zwar über die langsame Bedienung, ließen sich aber davon nicht die Stimmung verderben. Und obwohl das Festzelt dieses Jahr größer als sonst war, hatten die Veranstalterinnen und Veranstalter keine Probleme, es zu füllen.