Seelow (eb/geh). Eine EU-Förderung bringt E-Bike-Ladestationen in den Landkreis Märkisch-Oderland.

Neben wichtigen Lückenschlüssen sorgt die Interreg Förderung für das Projekt „Hauptstadt-Route EV2/R1“ im Landkreis Märkisch-Oderland auch für eine bessere Ausschilderung bei bedeutenden Radwegen und E-Bike-Ladestationen. „Die Elektromobilität stellt bei der Energiewende einen ganz wichtigen Faktor dar“, so Thomas Berendt, Pressesprecher der Kreisverwaltung. Immer mehr Menschen steigen auch im Landkreis Märkisch-Oderland auf Elektrofahrräder oder Elektroroller um. Dieses bewusste Verhalten wurde bei zahlreichen Einwohnern und Touristen des Landkreises Märkisch-Oderland beobachtet. Um den Anforderungen der Bürger in diesem Punkt gerecht zu werden, laufen derzeit die Vorbereitungen für die Aufstellung von elf E-Bike-Ladestationen die teilweise mit Servicestationen, das heißt Luftpumpen und Werkzeugen, kombiniert sind. Die elf Standorte befinden sich in Altlandsberg, Rehfelde, Buckow, Platkow, Neuhardenberg, Altranft, Letschin, Zechin, Golzow I, Golzow II und Küstrin-Kietz.
Die Investition für die Säulen, inklusive Anschaffung, Aufstellung und Anschluss belaufen sich auf rund 47.300 Euro. Der Zuschlag hierfür ging an eine Firma  aus Hoppegarten. Der Beigeordnete Rainer Schinkel erklärt dazu: „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Förderung das Radwegenetz grenzüberschreitend verbessern können. Der Radtourismus ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt. E-Bikes sind auf dem Vormarsch mit jährlich zweistelligen Zuwachsraten und wir stellen uns mit den Ladestellen darauf ein und bleiben als Radreiseregion attraktiv.“
Der Europaradweg EV2/R1 ist ein wichtiger Haupterschließungsweg für den Fahrradtourismus in sieben europäischen Staaten und somit auch ein Aushängeschild für das touristische Niveau in den einzelnen Ländern. Diese Ost-West-Trasse verläuft unter anderem durch die Hauptstädte Deutschlands und Polens. Der Radtourismus spielt in den deutschen und polnischen Reisegebieten eine tragende Rolle. Mit dem Projekt soll auf Defizite in der unzureichenden grenzüberschreitenden Bekanntheit des Natur- und Kulturerbes eingegangen werden sowie auf eine ungenügende grenzüberschreitende Besucherlenkung.
Der Landkreis Märkisch-Oderland erhält Interreg-Förderung für den Radwegeausbau. Gemeinsam mit den Projektpartnern, der Stadt Gorzow Wlkp., der Gemeinde Hoppegarten, der Gemeinde Letschin, dem Amt Golzow und der Arbeitsinitiative Letschin, kann sich der Landkreis über eine Förderung in Höhe von 3,16 Millionen Euro für den Ausbau der grenzüberschreitenden Radewegeinfrastruktur freuen.
Die beantragten EU-Fördergelder stammen aus dem Kooperationsprogramm Interreg V A Brandenburg-Polen 2014-2020 und haben die Steigerung der Erlebbarkeit des grenzübergreifenden gemeinsamen Natur- und Kulturerbes zum Ziel.
Das vom Landkreis eingereichte Projekt „Hauptstadt-Route EV2/ R1“ umfasst den Ausbau des EV2/R1 (EuroVelo: Hauptstadt-Route / Europaradweg R1) auf einer Länge von insgesamt 5.390 Metern, die Errichtung von elf E-Bike-Ladestationen, sowie die digitale Datenerfassung und langfristige nachhaltige Darstellung im Internet und in Geoportalen.
Die Gesamtförderung teilt sich auf die sechs Projektpartner auf und führt bei den Bauabschnitten auf beiden Seiten der Oder zu Lückenschlüssen, die die Qualität des Radwanderweges EV2/R1 verbessern.