Eisenhüttenstadt (hn). Rund dreißig Eisenhüttenstädter folgten der Einladung von Bürgermeisterin Dagmar Püschel zur traditionellen Einwohnerversammlung im Stadtzentrum.

Nachdem die Bürgermeisterin ihre Mitstreiter, die den Bürgern Antworten geben sollten vorgestellt hatte, berichtete sie aus ihrer Arbeit, brachte eine Vielzahl von Erfolgen zur Sprache, nannte auch Probleme, die noch nicht gelöst wurden. Am Anfang ihres Berichts gab Püschel ein Statement zur Anzeige bezüglich einer anderthalb Jahre zurück liegenden Entscheidung des Aufsichtsrates der Stadtwerke. Bemerkenswert sei die Tatsache, dass diese Anzeige mit 18-monatiger Verspätung, aber genau in der Woche vor der Bürgermeisterwahl gestellt wurde, was den faden Beigeschmack einer politischen Intrige gegen sie aufkommen lasse.
Während ihrer Amtszeit sei es gelungen, den von ihrem Vorgänger hinterlassenen desolaten Stadthaushalt zu stabilisieren, Kredite abzubauen und die kommunalen Schulden zu verringern. Bezüglich der Bauruinen Bahnhof und Lunik gebe es nach wie vor Probleme mit den Besitzern. Von Seiten des Besitzers des Bahnhofsgebäudes liege keine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Stadt vor, der Besitzer des Lunik wollte das Haus zwar sanieren und an die Stadt vermieten, und somit das wirtschaftliche Risiko der Stadt aufbürden, was die Verwaltung ablehnte. Hinsichtlich des leidigen Themas der Altanschließerbeiträge sagte die Bürgermeisterin, dieses Problem sei von der Landesregierung verursacht, und die Gesetzeslage ließ kein anderes handeln als das von ihr an den Tag gelegte zu. Künftig komme es darauf an, den Breitbandausbau in Eisenhüttenstadt zu forcieren und das Parken auf dem Krankenhausgelände und den öffentlichen Nahverkehr neu zu organisieren.
Dagmar Püschel dankte allen Anwohnern der Lindenallee und abzweigender Straßen für ihr Verständnis im Hinblick auf die Belästigungen durch das Stadtfest.
Antworten gab Dagmar Püschel auch auf die Fragen der Anwesenden, die den Abend mit den Worten „Machen Sie weiter so, Frau Bürgermeistern” honorierten.