Eisenhüttenstadt (hn/geh). Großen Spaß gab es beim jährlichen Sportfest der Goethe-Grundschule auf der Anlage in der Eisenbahnstraße.

Nicht nur die traditionellen Disziplinen wie Laufen, Werfen, Sprint und Weitsprung standen auf dem Programm, sondern auch Spiel und Spaß auf der Winni-Cup Arena, deren Einsatz von der Ostdeutschen Lotteriegesellschaft finanziert wurde. Prominenter Gast war René Tretschok, Fairplay-Botschafter und Champions-League-Sieger mit Borussia Dortmund.
„Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr beim Winni-Cup mitmachen können”, sagte Sportlehrerin Margitta Engelin. „Es spielen immer vier gegen vier, und da es heute so warm ist, wird die Spielfläche mit Wasser besprüht”, kündigte sie an. Alle Klassen nahmen an diesem Turnier teil. Auch Eltern und sportbefreite Kinder unterstützen die  Aktion. Schüler der sechsten Klassen holten im Rahmen von Partnerschaften die Erst- und Zweitklässler im Gelben Lernhaus zum Sportfest ab und kümmerten sich dann auch den ganzen Tag um die Kleinen.
„Dieses Sportfest passt in unser Schulkonzept, denn wir sind eine bewegungsfreundliche Ganztagsschule”, erklärte die Sportlehrerin. In der Goethe-Grundschule habe jeder die Verpflichtung, wöchentlich 20 Minuten zusätzlich zu den vier Schulsportstunden Sport zu treiben. Mädchen und Jungen, die in Vereinen organisiert sind, seien da deutlich im Vorteil, während andere noch zu viel Zeit am Computer verbringen.
René Tretschok, ehemaliger Profifußballer unter anderen bei Borussia Dortmund und Hertha BSC, betreut solche Projekte schon seit vielen Jahren, wobei er 15 Jahre Erfahrungen aus dem Profifußball einbringen kann.
Der Kontakt mit den Kindern sei ihm wichtig, denn der Hintergrund des Winni-Cup-Gedankens ist nicht so sehr das Gewinnen, sondern der Fairplay-Anspruch und die Fähigkeit der Kinder, sich entschuldigen zu können, wenn mal ein Foul passiert.
Seit 23 Jahren hat Tretschok einen gemeinnützigen Verein, mit dem er viele Projekte realisiert. Den Winni-Cup sieht er als Teil der Bildungsarbeit mit jungen Menschen, womit ihnen Respekt und Fairness gegenüber anderen vermittelt werden soll. „Das macht mir sehr, sehr viel Spaß und Eisenhüttenstadt erinnert mich an den Stahl-Fußball”, sagte er. Besonders freue es ihn, dass die Sparkasse Oder-Spree solche Kinderprojekte unterstützt, denn es sei in Tretschoks Augen wichtig, in der Kindheit und Jugend Spaß zu haben. Schulleiterin Simona Schmöche zeigte sich begeistert vom Verlauf des Tages: Eine tolle Stimmung, ein tolles Wetter und bewegungswillige Kinder stimmten sie sehr zufrieden. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Sparkasse für das Angebot, bei René Tretschok für seinen Einsatz und bei den Eltern, die zur Unterstützung her gekommen sind”, so die Schulleiterin.
Der Winni-Cup ist ein Air-Soccer-Turnier, das auf einer Fußballhüpfburg ausgetragen wird. Es geht dabei nicht nur um Bolzen und der Beste im Spiel zu sein, sondern vor allem darum, Regeln einzuhalten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten anzuerkennen, Verantwortung zu übernehmen, respektvoll miteinander umzugehen und Fairplay zu leben. „Ein Grundsatz der Philosophie ist es, Vielfalt wertzuschätzen und ein offenes, vorurteilsbewusstes Miteinander zu fördern”, so Holger Swazinna, Pressesprecher der Sparkasse Oder-Spree. Wer bereit für Shakehands ist, sei bereit, sich mit seinem Gegenüber, mit anderen Meinungen, Werten und auch mit Vorurteilen bewusst auseinanderzusetzen. Es geht um Teamgeist, den Gemeinschaftssinn der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu schärfen und ihnen zu zeigen, dass sie Konflikte auf dem Spielfeld selbst lösen können - sportlich und frei von jeglicher Gewalt.