Ostbrandenburg (eb/geh). Die Städte Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) präsentierten sich als Regionaler Wachstumskern (RWK) auf der 70. Hannover-Messe am Gemeinschaftsstand der Bundesländer Brandenburg und Berlin.

Beide Städte stellen insbesondere die Investitionsmöglichkeiten und Standortbedingungen vor. Die Hannover-Messe steht diesmal unter dem Vorzeichen der Digitalisierung der Wirtschaft.
Aus Frankfurt (Oder) ist das Unternehmen Silicon Radar als Aussteller mit einem eigenen Stand vertreten. Darüber hinaus wurde das Profil der Frankfurter und Eisenhüttenstädter Wirtschaft in den über 40 Treffen mit Unternehmensvertretern vorgestellt und auf Möglichkeiten für Investitionen sowie möglicher Kooperationspartner hingewiesen.
„Das große Interesse am Standort Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) hat uns sehr positiv überrascht. Die ausländischen Investoren haben Deutschland wiederentdeckt. Eine Reihe von Unternehmen aus dem Ausland haben ihre Bereitschaft an Investitionen in den nächsten drei Jahren erkennen lassen. Deshalb ist die Präsenz auf Leitmessen derzeit sehr wichtig”, erläutert Mario Quast, Wirtschaftsreferent der Stadt Frankfurt (Oder).
Die Nachfragen zum Investitionsstandort kamen aus Polen, Belarus, den Niederlanden, China, Indien und der Schweiz. „Überraschend war die sehr gute Kenntnis über den Wirtschaftsstandort Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder). Die Metropolenregion Berlin-Brandenburg steht verstärkt im Fokus. Diesen Trend wollen wir nutzen“, so Christina Chwosta von der Eisenhüttenstädter Wirtschaftsförderung. Der Standort punktet zusätzlich mit Möglichkeiten für Logistiker. Hier ist die Bundesautobahn, das KV-Terminal und der Hafen Eisenhüttenstadt bedeutsam für die Ost-West-Verkehre.
Aber auch die Vernetzung der Wirtschaft im brandenburgisch-polnischen Grenzraum war in zahlreichen Gesprächen Thema. Polen ist das diesjährige Partnerland der wichtigsten Industriemesse der Welt. Das ist auch ein Beleg für die mittlerweile erreichte Stärke. Die Innovationskraft der Unternehmen ist beachtlich. Die Bereitschaft, in Deutschland und konkret in Brandenburg zu investieren, nimmt von Jahr zu Jahr zu. „Wie bedeutsam die Europa-Universität Viadrina für die deutsch-polnischen Beziehungen ist, ließ sich an der Anzahl von Führungskräften auf der Messe ablesen. Das erleichtert den Einstieg in die Gespräche ungemein”, meint Quast, selbst Absolvent dieser Alma Mater.
Die Bemühungen der zwei ostbrandenburgischen Städte fanden auch in der Landesregierung viel Beachtung. Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber besuchte den Gemeinschaftsstand der beiden Bundesländer persönlich.