Eisenhüttenstadt (hn). Im Ortsteil Fürstenberg brannte das Osterfeuer.


Bereits weithin sichtbar zeigte am Ostersamstag Scheinwerferlicht auf der Inselspitze am Zusammenfluss von Oder-Spree-Kanal und Oder im Eisenhüttenstädter Ortsteil Fürstenberg an, dass das traditionelle Osterfeuer, seit vielen Jahren organisiert vom Bürgerverein Fürstenberg/Oder und unterstützt durch den Löschzug Fürstenberg der Freiwilligen Feuerwehr, auf seine Gäste wartet. Obwohl sich das Wetter alles andere als angenehm präsentierte, kamen viele Eisenhüttenstädterinnen und Eisenhüttenstädter zum Ort des Geschehens. Am Zugang zum Feuerplatz zog eine Hasenfamilie, aus Stroh geformt von Nora Kunger sowie Petra und Nicole Henners, die Blicke der Gäste auf sich. Angelika Zimmermann und Petra Henners luden die Kinder zum Eierlaufen ein, wobei die Knirpse natürlich immer gewannen. „Wir machen das von Herzen gern“, so Angelika Zimmermann, „auch dieses Wetter stört uns nicht“.
„Wir wollen, dass die Kleinen hier Spaß haben und auf die Feiertage eingestimmt werden“, sagte Angelika Zimmermann weiter.
Bertram Kahlisch, Vorstandsmitglied der Bürgervereinigung Fürstenberg/Oder e.V., verwies auf die lange Tradition dieser Aktion. „Seit dem Jahr 2000 lädt unser Verein zum Osterfeuer ein“, so Kahlisch. „Auch diesmal haben Vereinsfreunde in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr das Holz für das Feuer zusammen gefahren.“ In den Händen der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr sowie der Jugendfeuerwehr lag auch wieder die Sicherheit dieses Ostervergnügens bei Bier, Glühwein, Bratwurst und Schaschlik.
Viel Engagement zeigten auch diesmal wieder die Vereinsfrauen, die mit Ideenreichtum und Geschick dafür sorgten, dass es schöne Kinderprogramme gibt, bevor das Feuer traditionell gegen halb sieben Uhr abends entzündet wird. „18 Uhr eintrudeln, 18.30 Uhr Feuer anbrennen“, so Kahlisch, „sollten sich die Leute merken, andere Meldungen hätten mit dem Veranstalter nichts zu tun“.
Löschzugführer Andreas Thierbach erinnert sich noch an die Anfänge, als er gefragt wurde, ob seine Truppe nicht mitmachen und „eine Kiste Bier und ein belegtes Brötchen“ verkaufen wolle. Inzwischen sind daraus ein Grillzelt und ein Getränkeverkaufswagen geworden, beide konnten sich nun über mangelnden Umsatz nicht beklagen. Solange das Feuer brannte, hatten die Floriansjünger auch ein wachsames Auge darauf, was wegen des in Richtung Osten wehenden Windes nicht sehr schwierig war. „Wir fahren erst von hier weg, wenn das Feuer vollständig herunter gebrannt ist“, so Thierbach.
Das Osterfeuer war für die kommenden Monate voraussichtlich der einzige Höhepunkt in der Vereinsarbeit. Bertram Kahlisch bedauert, dass das Brückenfest in diesem Jahr nicht mehr organisiert werden kann, zum Einen, weil es auf Grund der Altersstruktur personell nicht mehr zu machen ist, zum Anderen vermisst er die Unterstützung durch die städtische Politik. Aber auch die seit Jahren gleich gebliebenen, im Haushaltsplan der Stadt verankerten Zuwendungen, können die gestiegenen Kosten nicht mehr kompensieren.