Eisenhüttenstadt (hn). Die wohl kürzeste Ehrung des Tages der Befreiung vom Hitlerfaschismus in ihrer Geschichte erlebte die Stadt Eisenhüttenstadt am Dienstag. Bürgermeister Frank Balzer hatte zum Stillen Gedenken eingeladen. Er begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Stadtverordnetenversammlung, geschichtsbewusste Bürger und eine Vertretung der Spätaussiedler, dann legte er zusammen mit Stadtverordnetenvorsteher Peter Müller am Obelisken einen Kranz mit der Aufschrift: „In ehrendem Gedenken - Stadt Eisenhüttenstadt - Den Opfern des 2. Weltkrieges“ nieder. Auch Mechthild Tschierschky vom Friedenshaus Eisenhüttenstadt, die in den vergangenen Jahren die Reden zum ehrenden Gedenken hielt und dafür von den politischen Gegnern scharf kritisiert worden war, hatte sich zur wohl kürzesten Rede ihre Lebens aufgerafft, niedergeschrieben auf eine Schleife ihres Blumengebindes: „Sie liebten das Leben - 8. Mai 1945“.