Frankfurt/Oder (gla). In der Ausgabe vom 4. und 5. Februar 2017 wurde berichtet, dass an der ökumenischen Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus keine katholischen Geistlichen teilnahmen. Dazu äußerte sich jetzt Pater Theo Wenzel, leitender Pfarrer von Frankfurt (Oder) und Dekan von Fürstenwalde: „In dem Moment, wo jemand vom ökumenischen Rat anwesend ist, sind alle Gemeinden vertreten“. Weiterhin erklärte der Pfarrer, es sei die Regel, dass bei solchen Veranstaltungen ein Geistlicher für alle christlichen Konfessionen spreche. Das wäre auch vom ökumenischen Rat so gewünscht. In Fürstenwalde, wo Pater Theo seit 2001 tätig ist, war er oft derjenige, der die Andacht hielt. Zum Frankfurter ökumenischen Rat gehöre er erst seit 2013. Auch habe sich der Aufgabenbereich hauptamtlicher Seelsorger durch die Umstrukturierung zur Großpfarrei vergrößert. Bald würden Müncheberg, Rüdersdorf, Petershagen, Hoppegarten und Erkner dazu gehören. Pater Theo könne sich deshalb vorstellen, die katholische Kirche bei ökumenischen Veranstaltungen durch Laien vertreten zu lassen. „Da gibt es verschiedene Sichten aus der Gemeinde“, räumt er ein. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften sei auch ihm wichtig, um „das Übereinanderwissen unter den Konfessionen zu verbessern. Gerade die Marienkirche ist für mich ein Ort der Ökumene.“