Friedland (eb/gla). Ein rund 450 Meter langer, erneuerter Abschnitt der Ortsdurchfahrt Kummerow wurde für den Straßenverkehr freigegeben.

Die Baumaßnahme war ein Gemeinschaftsprojekt des für die Kreisstraße zuständigen Landkreises Oder-Spree und der Stadt Friedland. In deren Auftrag wurden die vorhandenen Gehwege und Grundstückszufahrten nicht nur in ihrer Lage und Höhe der erneuerten Fahrbahn angepasst, sondern auch in der Qualität verbessert.
Zur Verkehrsfreigabe blickte Hanna Gläsmer, Dezernentin für  Infrastruktur und Bauwesen der Kreisverwaltung, auf das Zusammenwirken aller an Planung und Bau Beteiligten zurück, die das Projekt zu einer „Erfolgsstory“ gemacht hätten. Die Dezernentin kündigte an: „Wir werden die Maßnahme im nächsten Jahr fortsetzen“. Im zweiten Bauabschnitt sollen die restlichen knapp 700 Meter der Kreisstraße 6715 in der Ortslage Kummerow grundhaft erneuert werden.
Der fertiggestellte Abschnitt der Kreisstraße wurde durchgängig auf sechs Meter Fahrbahnbreite ausgebaut. Zur Gewährleistung der wasserrechtlichen Vorgaben für Entwässerungsanlagen an und in der Kreisstraße sind diese abschnittsweise erneuert und mit einer Sedimentationsanlage komplettiert worden. Mit den Ausbauparametern und der gewählten technischen Lösung entspricht der erneuerte Streckenabschnitt der Kreisstraße 6715 in der Ortslage Kummerow den anerkannten Regeln der Technik. Die sichere Verkehrsartentrennung ist gewährleistet und der Streckenabschnitt ermöglicht das Begegnen von großen Fahrzeugen wie Lastkraftwagen, Landwirtschaftsfahrzeugen und Bussen.
Die Summe der finanziellen Aufwendungen für die Straßenbaumaßnahme beträgt rund 450.000 Euro. Eine Förderung durch das Land Brandenburg aus Mitteln des Bundes in Höhe von 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten entlastet den Kreishaushalt, aus dem die Komplementärfinanzierung von 25 Prozent bereitgestellt wird.
Baubegleitend erfolgten über einen Zeitraum von zwei Monaten auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern und in einer Tiefe bis zu 1,4 Metern archäologische Untersuchungen. Neben neuzeitlichen und mittelalterlichen Keramikfragmenten wurde dabei in einer ehemaligen Feuerstelle ein axtförmiges Eisenobjekt von etwa vierzig Zentimetern Länge gefunden. Die Kosten für die archäologische Baubegleitung betragen rund 9.000 Euro.