Ostbrandenburg (geh). Für die Zusammenarbeit im Verflechtungsraum beiderseits der Oder liegt nun ein gemeinsames Deutsch-Polnisches Zukunftskonzept 2030 vor.

Der Ausschuss für Raumordnung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission hat das Dokument verabschiedet. Im kommenden Jahr wird ein Arbeitsprogramm zur Umsetzung der vereinbarten Ziele und Visionen entwickelt.
„Ein Blick auf die Karte des  Deutsch-Polnischen Verflechtungsraums zeigt die geringen Entfernungen zwischen Szczecin und Schwedt oder Frankfurt (Oder) und Poznan. Diese räumliche Nähe bietet große gemeinsame Entwicklungschancen. Das Deutsch-Polnische Zukunftskonzept kann ein guter Kompass zur Nutzung der sich bietenden wirtschaftlichen und kulturellen Potenziale sein. Nun kommt es darauf an, diese Vorlage für die Umsetzung konkreter Projektideen zu nutzen“, sagte Brandenburgs Landesplanungsministerin Kathrin Schneider. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass mit diesem Elan auch an der Umsetzung  gearbeitet wird, um das Konzept mit Leben zu erfüllen und die gesamte Region in Europa noch besser zu positionieren“, versprach Senatorin Katrin Lompscher.
Das Konzept zeigt die Potenziale beiderseits der Grenze auf und leitet daraus Ziele und Visionen für die künftige Zusammenarbeit ab. Im Fokus stehen der Nah- und Fernverkehr, grenzüberschreitende Wirtschaftsbeziehungen, der Arbeitsmarkt, die Zusammenarbeit der Hochschulen, interkulturelle Kompetenz und Energiesicherheit. Es  sollen die städtischen Zentren in ihrer Funktion als „Tore zur Welt“ gestärkt werden, aber auch Vorgaben für die Zusammenarbeit zwischen Städten und ihrem Umland, mit dem Ziel, die Versorgung der Menschen in Gebieten sicherzustellen, in denen die Bevölkerungszahlen sinken, sind enthalten.