Frankfurt/Oder (gla). In Ostbrandenburg gibt es so wenige Arbeitslose wie noch nie.

Erstmals sind in Frankfurt (Oder), Märkisch-Oderland und Oder-Spree weniger als 14.000 Menschen arbeitslos gemeldet.  Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg um 1,6 Prozent. „Wir haben weiter eine robuste Konjunktur, die völlig unbeeindruckt von internationalen Turbulenzen ist“, sagte Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) bei der monatlichen Pressekonferenz. Von den insgesamt 13.856 Arbeitslosen sind 2.375 in Frankfurt (Oder) gemeldet, vierzig weniger als im Vormonat. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von acht Prozent. Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Frankfurter Jobcenters bezeichnet das als guten Wert. Das kleinste Jobcenter im Raum Berlin-Brandenburg betreut zurzeit 1.782 Personen, darunter 817 Langzeitarbeitslose. Jährlich zahlt es 44,6 Millionen Euro für Arbeitslosengeld II und Kosten der Unterkunft aus.
„Auch im Oktober 2018 sind wir unserem Ziel wieder ein Stück näher gerückt, die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter zu reduzieren“, teilt Frank Mahlkow mit. „Langzeitarbeitslosigkeit - dahinter verbergen sich viele verschiedene persönliche Schicksale - ob alleinerziehend, mit gesundheitlichen Problemen oder einer abgebrochenen Schullaufbahn.“
Diesen Zahlen gegenüber stehen 571 offene Stellen. „Besonders schwer zu besetzen ist der Bereich Lager/Logistik“, sagt Jochem Freyer. „Auch der Verkauf tut sich schwer, insbesondere wenn er nicht tarifgebunden bezahlt.“ Das gleiche Problem sieht Frank Mahlkow bei Auslieferungsfahrern: „Das sind genau die Positionen, die wenn sie nicht tarifgebunden sind am Mindestlohn kratzen.“ Frankfurter Arbeitgeber sollten sich genau überlegen, ob sie sich das leisten können.